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17-07-2007 Alexander Litvinenko
Britische Sanktionen gegen Russland: Weist London wirklich Spione aus?
Britische Medien sind sich nicht einig, ob die russischen Diplomaten, die Großbritannien ausweisen will, tatsächlich Geheimdienstler sind. Weil sich Moskau weigert, den Hauptverdächtigen Andrei Lugowoi im Fall Litwinenko nach Großbritannien auszuliefern, drohte London am Montag mit der Ausweisung der Russen.



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Der "Independent" schreibt am Dienstag, dass die vier weder mit Spionage noch mit dem Mord am ehemaligen FSB-Mitarbeiter Alexander Litwinenko etwas zu tun haben.

"Guardian" ist der Ansicht, dass die vier Diplomaten sehr wohl Geheimdienstmitarbeiter einer der Nachfolgeorganisationen des KGB seien. "Es ist ein deutliches Indiz, dass die britischen Behörden ernsthaft vermuten, dass die russischen Geheimdienste hinter dem Mord an Alexander Litwinenko stehen", behauptet das Blatt, das sich allerdings auf keine Informationsquellen beruft.

"Independent" bezieht sich derweil auf die britische Spionageabwehr, die sich sicher ist, dass Großbritannien von 30 russischen Agenten ausgespäht wird. Seit dem Kalten Krieg habe Russlands Aufklärung nicht mehr so viel Engagement in Großbritannien gezeigt, schreibt die Zeitung. Sie wies auch darauf hin, dass die große Zahl von Agenten das wachsende Interesse Moskaus an den Umtrieben der russischen Dissidenten in London belege.

Das britische Außenministerium enthält sich indes jeden Kommentars in Bezug auf die Diplomaten, denen die Ausweisung droht. Die vier Botschaftsmitarbeiter seien auf mittlerer Ebene tätig, so "Financial Times". Aber auch die renommierte Wirtschaftszeitung greift die kursierenden Gerüchte auf, wonach diese russische Geheimdienstmitarbeiter wären. Eine offizielle Bestätigung des britischen Außenministeriums lasse aber auf sich warten, schreibt das Blatt. [ ria novosti ]