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17-07-2007 Alexander Litvinenko
Heftige Reaktion von Russland auf Diplomaten-Ausweisung erwartet
Russland hat am Dienstag eine formelle Reaktion auf die Ausweisung vier seiner Diplomaten aus Großbritannien angekündigt. "Um 17.30 Uhr (15.30 MESZ) wird es im Ministerium eine Erklärung geben", teilte der Pressedienst des Außenministeriums in Moskau am Vormittag mit. Experten rechneten mit einer heftigen Gegenmaßnahme. "Die Antwort wird zweifellos sehr stark sein", schätzte Fjodor Lukjanow, Chefredakteur der Zeitschrift "Russland in der Internationalen Politik".



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Der britische Experte für Sicherheitspolitik John Eyal erwartete seinerseits: "Wenn die Russen scharfe Gegenmaßnahmen ergreifen, wird die britische Antwort noch stärker ausfallen."

Der britische Außenminister David Miliband hatte am Montag im Unterhaus angekündigt, Großbritannien weise vier russische Diplomaten aus und prüfe auch die Zusammenarbeit mit Moskau in anderen Bereichen. Grund sei die Weigerung Moskaus, im Mordfall des russischen Ex-Agenten und britischen Staatsbürgers Alexander Litvinenko mit den Briten zusammenzuarbeiten. Russland verweigert die Auslieferung des Russen Andrej Lugowoj, der verdächtigt wird, den Kreml-Kritiker Litvinenko Ende vergangenen Jahres mit radioaktivem Polonium vergiftet zu haben. Die Auslieferung eines russischen Bürgers sei verfassungswidrig, versichert die russische Regierung, während die Briten vorbringen, Moskau habe dementsprechende internationale Abkommen unterzeichnet.

Russlands Ministerium für Naturressourcen hat nicht vor, Investitionsabkommen mit britischen Kollegen zu revidieren

Trotz der Zuspitzung der Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien hat das russische Ministerium für Naturressourcen nicht vor, Investitionsabkommen mit britischen Kollegen zu revidieren. Das erklärte vor einer knappen Stunde der Minister für Naturressourcen Russlands, Juri Trutnew.

"Wir werden arbeiten, wie wir gearbeitet haben, und ich sehe keine Gründe dafür, das Verhalten gegenüber ausländischen Investitionen im Zusammenhang mit den aktuellen Vorgängen zu ändern", meinte er.