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18-07-2007 Alexander Litvinenko
LDPR-Chef Schirinowski: Großbritannien ist Russlands Systemfeind
Wladimir Schirinowski, Chef der Liberal-demokratischen Partei (LDPR) und Vizechef der Duma (Unterhaus), ist der Ansicht, dass Großbritanniens Ausweisung von vier russischen Diplomaten und Visaverweigerung für Amtspersonen eine Fortsetzung der feindlichen Politik gegenüber Russland ist.



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„Großbritannien ist das feindseligste Land, was seine Haltung zu Russland betrifft. Einen so zielbewussten Systemfeind hatte Russland bislang nicht und wird auch nicht haben“, sagte Schirinowski am Dienstag. Seiner Ansicht nach verfolgt Großbritannien seit langem eine feindselige Politik gegen Russland.

Der Krieg auf der Krim, die Morde an russischen Zaren von Terroristen, der Russisch-Japanische und der Kalte Krieg - in all diesen für Russland tragischen historischen Ereignissen sei eine britische Spur zu finden, sagte Schirinowski. „Heute befinden sich dort (in London) Beresowski und Sakajew, werden russische Wirtschaftsforen durchgeführt und Versuche unternommen, auf Russland negativ einzuwirken“, fügte Schirinowski hinzu.

Der LDPR-Chef bezeichnete den Auslieferungsstreit um Lugowoi als einen Vorwand. Ihm zufolge braucht Großbritannien „ein weiteres Szenario, eine weitere Etappe zur Durchsetzung der Feindseligkeit“. Es werde weitere Provokationen noch geben, so der Dumavizevorsitzende. „Wir müssen aktiver sein. Es gilt, solchen Angriffen vorzubeugen“, sagte er.

Was die möglichen Folgen des Vorfalls für die russisch-britischen Wirtschaftsbeziehungen angeht, rechnet Schirinowski nicht mit einem Schaden. „Die Wirtschaft wird nicht zusammenfallen, denn sie liebt das Geld, und großes Geld ist nur in Russland zu machen“, sagte er abschließend. [ ria novosti ]