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18-07-2007 Alexander Litvinenko
Frankreich unterstützt Großbritannien im Fall Litwinenko
Frankreich hat seine "Solidarität" mit Großbritannien bezüglich der Untersuchung der Ermordung des Ex-FSB-Offiziers Alexander Litwinenko bekundet und Russland zu einer "konstruktiven Zusammenarbeit" aufgerufen. Das sagte Pascale Andreani, Sprecherin des französischen Außenministeriums, laut einer Pressemitteilung, die am Dienstag veröffentlicht wurde.



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"Wir sind mit Großbritannien zweifellos solidarisch und verstehen die Besorgnis der gerichtlichen Organe (bezüglich des Falles Litwinenko)... Wir rufen Moskau dazu auf, konstruktiv auf die Forderungen der britischen Justiz zu reagieren, um Klarheit in dieser Frage zu erlangen und damit alle Schuldigen an diesem Verbrechen verurteilt und bestraft werden", sagte sie.

Zudem äußerte Andreani, dass dieses Problem bestimmt am Mittwoch auf dem Treffen des britischen Außenministers David Miliband mit dem französischen Außenminister Bernard Kouchner in Paris angesprochen werde.

Tags zuvor beschloss Großbritannien als Antwortmaßnahme auf die Ablehnung Russlands, den Unternehmer Andrej Lugowoi auszuliefern, vier russische Diplomaten auszuweisen und die Verhandlungen mit Russland über die Vereinfachung des Visa-Regimes einzustellen. Die britische Regierung will die Ausgabe von Visa an russische Beamte einschränken, die einfachen Bürger, darunter Touristen, sollen diese Beschränkungen jedoch nicht betreffen. Lugowoi wird von Großbritannien der Beteiligung an der Ermordung Litwinenkos beschuldigt.

Der 2000 nach Großbritannien geflüchtete Ex-FSB-Offizier Litwinenko starb im November 2006. Angaben von Spezialisten der britischen Gesundheitsbehörde zufolge wurde in seinem Körper radioaktives Polonium-210 entdeckt, doch ein offizielles Gutachten über die Todesursachen und die Ergebnisse der Obduktion veröffentlichten die britischen Behörden nicht.[ ria novosti ]