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27-11-2006 Alexander Litvinenko
Nach Litwinenko-Fall: Ärzte untersuchen drei weitere mutmaßliche Strahlungsopfer
Nach dem Tod des Ex-FSB-Offiziers Alexander Litwinenko untersuchen die britischen Ärzte drei weitere Menschen auf mögliche Spuren von Radioaktivität.

Dies teilte die britische Agentur für Gesundheitsschutz am Montag mit.





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Wie RIA Novosti bereits berichtete, hatten die Ermittler im Körper des gestorbenen Litwinenko Spuren von Polonium-210 nachgewiesen. Etwas später wurden Spuren von Radioaktivität in einer Sushi-Bar und in einem Hotel festgestellt, wo sich Litwinenko mit seinen Kontaktpersonen getroffen hatte.

Am Samstag rief die britische Agentur für Gesundheitsschutz alle Menschen, die diese Bar und Hotel am 01. November besucht haben, sich unverzüglich beim Arzt zu melden. Dem Appell folgten insgesamt 450 Menschen, 18 von ihnen wurden weitere Tests empfohlen. "Drei von diesen 18 Menschen wurden aus Sicherheitsgründen in eine Spezialklinik eingeliefert, nachdem bei ihnen Merkmale einer Krankheit festgestellt worden waren", teilte ein Sprecher der Agentur mit. Ihm zufolge ist es noch unklar, ob es sich um Folgen der Radioaktivität oder um Merkmale einer anderen Krankheit handelt.

Die Zeitung "The Times" berichtete am Montag, dass sich unter anderem der flüchtige russische Oligarch Boris Beresowski und Litwinenkos Witwe Marina und der 12-jährige Sohn Anatoli untersuchen ließen. Bei ihnen wurden keine radioaktiven Spuren festgestellt.

Zuvor hatten Experten aus Scottland Yard und der Britischen Gesundheitsagentur das japanische Itsu-Restaurant untersucht, aber dabei keine Gefahr festgestellt. Die Restaurantleitung hat nach eigenen Angaben weder von Mitarbeitern des Restaurants noch von den Besuchern Beschwerden erhalten.

Alexander Litwinenko (44) war 2000 nach Großbritannien geflüchtet. Am vergangenen Donnerstag, rund drei Wochen nach einem mutmaßlichen Giftanschlag, starb er in einem Londoner Krankenhaus. Die genaue Todesursache bleibt unklar. [ RIA Novosti ]