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19-07-2007 Alexander Litvinenko
Russland stellt Kooperation mit London im Antiterror-Kampf ein
Moskau wird mit Großbritannien im Kampf gegen den Terrorismus nicht mehr zusammenarbeiten, da London vier russische Diplomaten ausgewiesen und die Verhandlungen mit Russland über die Vereinfachung des Visa-Regimes eingestellt hat.



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Das sagte der russische Außenamtssprecher Michail Kamynin zu Journalisten, nachdem der britische Botschafter in Moskau am heutigen Donnerstag das russische Außenministerium aufgesucht hatte.

Diese Aktionen Londons sind Antwortmaßnahmen auf die Ablehnung Russlands, den Unternehmer Andrej Lugowoi an Großbritannien auszuliefern. Er wird von den britischen Behörden der Teilnahme an der Ermordung des Ex-FSB-Offiziers Alexander Litwinenko beschuldigt.

Die russische Verfassung verbietet die Auslieferung russischer Staatsbürger. Laut Angaben des Zentrums für Öffentlichkeitsarbeit des FSB (russischer Inlandsgeheimdienst), unterhalten die Organe des FSB gegenwärtig offizielle Kontakte mit 120 Geheimdiensten und Rechtsschutzorganen von 76 Ländern sowie mit 44 Grenzbehörden von 37 Staaten.

Wie der Direktor des FSB, Armeegeneral Nikolai Patruschew, früher berichtete, reiche die Zusammenarbeit der Geheimdienste von einfachem Informationsaustausch bis zur Durchführung von abgestimmten und gemeinsamen operativen Maßnahmen.

Seinen Worten nach sind viele dieser Maßnahmen für einen langfristigen Zeitraum geplant. Maßnahmen, die konkrete Resultate liefern, würden, so Patruschew, mit den Geheimdiensten der USA, Deutschlands, Frankreichs, Chinas, Ungarns und Litauens durchgeführt.

Die langfristige internationale Antiterror-Strategie konzentriert sich ihm zufolge im Speziellen auf die Aufdeckung und Sperrung von Kanälen für die Unterstützung terroristischer Organisationen.

Der Armeegeneral äußerte, dass der FSB zur Zeit mit ausländischen Partnern (der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Israels, Mexikos, der Türkei u.a.) für die Gewährleistung der Informationssicherheit und im Kampf gegen Hacker kooperiere. Angaben der RIA Novosti zufolge gibt es zwischen den Geheimdiensten Russlands und Großbritanniens gegenwärtig mehrere unterzeichnete Abkommen über den Kampf gegen den internationalen Terrorismus. [ ria novosti ]