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20-07-2007 Alexander Litvinenko
Russland - Großbritannien: Krise ist auf Regierungswechsel in London zurückzuführen
Der russische Außenminister Sergej Lawrow führt die Zuspitzung der russisch-britischen Beziehungen im Zusammenhang mit dem "Fall Litwinenko" auf den Regierungswechsel in Großbritannien zurück.



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"Ich bin davon überzeugt, dass die britische Regierung, sobald sie sich sicher fühlt und zu sich selbst findet, im Interesse des britischen Volkes und, wie ich hoffe, auch der russisch-britischen Beziehungen arbeiten wird", sagte der russische Minister in einer Pressekonferenz nach der Sitzung des Nahost-Quartetts in Lissabon.

Darauf angesprochen, wie lange der Konflikt zwischen Russland und Großbritannien noch andauern kann, erklärte Lawrow, dass hier alles von den britischen Kollegen abhänge.

"Mit Verwunderung hörten wir die Behauptungen, Russland kooperiere beim ‚Fall Litwinenko' schlecht. Es sei daran erinnert, dass der im Dezember an Russland gerichteten Bitte, britische Ermittlungsbeamte nach Moskau entsenden zu dürfen, unverzüglich entsprochen wurde", sagte Lawrow. "Buchstäblich am nächsten Tag trafen die britischen Ermittlungsbeamten in Moskau ein, und unsere Staatsanwälte haben die Bitten der britischen Kollegen zu 100 Prozent befriedigt."

Als aber russische Staatsanwälte eine ähnliche Bitte an die britische Seite richteten, mussten sie nicht einen Tag, sondern drei Monate warten, um nach London zu kommen. Aber auch dort wurden bei weitem nicht alle ihre Bitten erfüllt, so der Außenminister.

Russlands Generalstaatsanwaltschaft begründet die Ablehnung des britischen Antrags, den Unternehmer Andrej Lugowoi auszuliefern, damit, dass die russische Verfassung das verbietet. Es wird vorgeschlagen, Lugowoi, der des Mordes an dem Ex-Geheimdienstler Alexander Litwinenko im November vergangenen Jahres in London angeklagt wird, in Russland vor Gericht zu stellen, wenn der russischen Seite ausreichendes Beweismaterial zu diesem Fall übergeben wird. Die britische Seite hat aber vorerst keine Unterlagen zum "Fall Litwinenko" übergeben.[ ria novosti ]