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20-07-2007 Alexander Litvinenko
US-Außenamt fordert Russland zu Lugowois Auslieferung an Großbritannien auf
Im Zusammenhang mit der Ausweisung britischer Diplomaten aus Moskau hat das US-Außenamt Russland aufgefordert, "auf derartige politische Gesten zu verzichten" und der Forderung Großbritanniens nach der Auslieferung des Unternehmers Andrej Lugowoi zu entsprechen.



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Lugowoi wird von der britischen Seite beschuldigt, den ehemaligen FSB-Offizier Alexander Litwinenko in London getötet zu haben.

"Was die Diplomatenausweisung anbelangt, so geben derartige ‚Auge-um-Auge'-Lösungen keine Antwort auf das eigentliche Problem, das darin besteht, dass Großbritannien und die Familie von Herrn Litwinenko ein Recht auf Gerechtigkeit haben", erklärte Tom Casey, stellvertretender offizieller Sprecher des US-Außenamtes, vor Journalisten in Washington. "Deshalb rufen wir Russlands Regierung erneut auf, auf derartige politische Gesten zu verzichten und dem Buchstaben des Gesetzes zu folgen, nämlich eine positive Antwort auf die britische Auslieferungsforderung zu geben."

Der Diplomat bewertete den Mord an Litwinenko als ein "furchtbares Verbrechen". "Es wurde auf britischem Territorium begangen, und die Täter müssen vor Gericht gestellt werden."

Casey verwies darauf, dass US-Außenamtschefin Condoleezza Rice den US-Standpunkt zu dieser Frage am Donnerstag in Lissabon formuliert hatte. "Die Außenamtschefin betonte erneut, dass wir die britische Forderung nach der Auslieferung unterstützen und fest der Meinung sind, dass die Russen diese Forderung positiv beantworten müssen."

Zugleich betonte er, dass das offizielle Washington den Konflikt um den "Fall Litwinenko" als ein "bilaterales Problem zwischen Großbritannien und Russland" betrachte und nicht der Ansicht sei, dass sich dieser Konflikt in irgendeiner Weise auf den Stand der russisch-amerikanischen Beziehungen auswirken werde, die "insgesamt grundsätzlich konstruktiv" seien.

"Wichtig ist, dass wir das Zusammenwirken und den Dialog mit der Regierung Russlands in allen Bereichen fortsetzen werden, und zwar nicht nur in denen, wo wir miteinander einverstanden sind, sondern auch in denen, wo es Meinungsdifferenzen gibt, weil wir solche Beziehungen mit der Regierung Russlands - sowohl auf höchster Ebene zwischen Präsident Bush und Präsident Putin als auch auf den Arbeitsebenen - haben, dass wir unsere Meinungsunterschiede durchaus besprechen können", betonte Casey.[ ria novosti ]