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23-07-2007 Alexander Litvinenko
Generalstaatsanwaltschaft von Russland gibt heute Erklärung zum Litwinenko-Fall ab
Die russische Generalstaatsanwaltschaft gibt an diesem Montag eine offizielle Erklärung zur Kooperation mit den britischen Justizbehörden in dem so genannten Fall Litwinenko ab. Das teilt die Generalstaatsanwaltschaft auf ihrer Homepage mit.



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"Am 23. Juli findet eine Pressekonferenz statt, auf der über die Zusammenarbeit zwischen der Generalstaatsanwaltschaft und der britischen Justiz im Litwinenko-Fall informiert wird", heißt es.

Der ehemalige Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB Alexander Litwinenko war 2000 nach Großbritannien geflüchtet und starb am 23. November 2006 in der Londoner Universitätsklinik. In seinem Körper wurden Spuren der radioaktiven Substanz Polonium 210 festgestellt. Die Anti-Terror-Abteilung von Scotland Yard leitete daraufhin Ermittlungen wegen Vergiftungsmord ein. Ein offizielles Gutachten über Litwinenkos Todesursache wurde jedoch bisher nicht veröffentlicht.

Nach monatelangen Ermittlungen machten britische Justizbehörden den russischen Unternehmer Andrej Lugowoi für den Mord an Litwinenko verantwortlich und forderten dessen Auslieferung. Moskau lehnte die Forderung ab, weil das heimische Grundgesetz die Auslieferung von russischen Staatsbürgern nach Ausland verbietet. Russische Justizbehörden versicherten jedoch, dass Lugowoi ein Prozess in Russland gemacht würde, wenn Großbritannien ausreichende Schuldbeweise zur Verfügung stelle.

Daraufhin wies Großbritannien vier russische Diplomaten aus und legte die Verhandlungen über Visaerleichterungen mit Russland auf Eis.

Am Donnerstag voriger Woche wurde bekannt, dass auch Russland vier britische Diplomaten zu Persona non grata erklärt und die Visaausstellung für britische Offizielle eingestellt hat. Außerdem würden keine russischen Regierungsvertreter mehr nach Großbritannien reisen, hieß es aus Moskau.

Lugowoi beteuert seine Unschuld und weist die Vorwürfe als "politisch motiviert" zurück. [ ria novosti ]