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24-07-2007 Alexander Litvinenko
Putin nennt Forderung Großbritanniens Rudiment des
Als „Rudiment des Kolonialdenkens“ bezeichnete der russische Präsident Wladimir Putin die Forderung Großbritanniens, Russland solle seine Verfassung revidieren, um den im Litwinenko-Fall angeklagten Andrej Lugowoi ausliefern zu können.




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Großbritannien störe sich nicht daran, dass auf seinem Territorium rund 30 Menschen Zuflucht finden, nach denen in Russland wegen Schwerverbrechen gefahndet wird, stellte Putin fest. Nach seinen Worten hat Großbritannien auch mit den USA und Frankreich die gleichen Probleme. Die Briten „liefern nie Menschen aus, die sich in ihrem Land verstecken, darunter jene, die wegen Terrorismus angeklagt sind. Dabei erheben sie Ansprüche gegen andere Staaten und empfehlen sogar, das Grundgesetz zu ändern“, sagte Putin. „Das ist ein Rudiment des Kolonialdenkens“, betonte Putin.

Die britischen Justizbehörden sehen den russischen Unternehmer Andrej Lugowoi hinter dem Mord an Ex-FSB-Mitarbeiter Alexander Litwinenko in London und forderten dessen Auslieferung. Moskau lehnt die Forderung ab, weil das heimische Grundgesetz die Auslieferung von russischen Staatsbürgern ins Ausland verbietet. Lugowoi beteuert seine Unschuld und weist die Vorwürfe als "politisch motiviert" zurück.

Der Streit hat die Beziehungen zwischen Moskau und London schwer belastet. Großbritannien wies vier russische Diplomaten aus und legte die Verhandlungen über Visaerleichterungen mit Russland auf Eis. Auch Russland erklärte vier britische Diplomaten zu Persona non grata und stellte die Visaausstellung für britische Offizielle ein. [ria-novosti]