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04-08-2007 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Russlands Vizeaußenminister und britischer Botschafter besprechen Beziehungskrise
Grigori Karassin, Staatssekretär und stellvertretender russischer Außenminister hat mit dem britischen Botschafter Anthony Brenton über die bilateralen Beziehungen gesprochen, die sich um den Fall Litwinenko zuletzt zugespitzt hatten.



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Am gestrigen Freitag empfing Karassin den britischen Botschafter. "Bei der Unterredung handelte es sich um aktuelle internationale Probleme, darunter die Entwicklung der Situation im GUS-Raum, sowie einige Fragen der russisch-britischen Beziehungen", heißt es am Samstag auf der Website des russischen Außenministeriums.

Russland hatte sich bekanntlich geweigert, den Unternehmer Andrej Lugowoi auszuliefern, den die Briten den Mord am ehemaligen FSB-Mitarbeiter Alexander Litwinenko anlasten. Daraufhin wies London vier russische Diplomaten aus und legte die Verhandlungen über Visa-Erleichterung auf Eis. Russland reagierte ebenfalls mit der Ausweisung von vier Diplomaten aus Großbritannien.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte am Freitag, dass die Beilegung des diplomatischen Konflikts zwischen Russland und Großbritannien von der britischen Seite abhänge. Er sagte ferner, dass die Briten Russland bisher keinerlei Unterlagen vorgelegt haben, die Lugowois Schuld bestätigen würden. Eine Pressesprecherin des britischen Außenministeriums sagte RIA Novosti, Großbritannien werde auch weiter auf die Auslieferung Lugowois bestehen.

Russlands Verfassung verbietet die Auslieferung russischer Bürger an andere Staaten. [ ria novosti ]