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06-08-2007 Alexander Litvinenko
Prinz Michael von Kent hofft auf engere Beziehung mit Russland trotz Mini-Krisen
Prinz Michael von Kent, Mitglied der britischen königlichen Familie, ist der Meinung, dass sich die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien festigen müssen, trotz einzelner „Mini-Krisen“.



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„Ich bin bereit, jede mir zugedachte Rolle zu spielen, um die denkenden Menschen in Großbritannien und Russland zu gemeinsamen Anstrengungen zu motivieren, durch die sie unsere Beziehungen zum gegenseitigen Wohl beider Länder festigen können, unabhängig davon, welche ‚Mini-Krisen’ darin bisweilen auch entstehen können“, sagte der Prinz in einem Interview mit RIA Novosti und der Moskauer Wochenschrift „Itogi“.

Am 16. Juli gab London die Ausweisung von vier russischen Diplomaten und ein Aussetzen der Verhandlungen mit Russland über Visa-Erleichterung bekannt. Damit antwortete London auf die Weigerung Russlands, den Geschäftsmann Andrej Lugowoi auszuliefern, den die Briten der Mittäterschaft des Mordes am ehemaligen FSB-Mitarbeiter Alexander Litwinenko, der 2000 nach London floh und dort im November vorigen Jahres nach einem Giftattentat mit der radioaktiven Substanz Polonium 210 gestorben war, verdächtigen.

Ende Juli verließen die russischen Diplomaten Großbritannien. Der 65-jährige Prinz Michael von Kent ist Cousin der Königin Elizabeth II. von Großbritannien und zugleich Enkelsohn der russischen Großfürstin Jelena Wladimirowna, einer Nichte des letzten russischen Zaren Nikolaus II. „In meinen Adern fließt sehr viel russisches Blut, und es geht mich sehr wohl an, wenn beliebige Bemühungen um eine Annäherung unserer beiden Länder unternommen werden“, fügte er hinzu.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Russen mit ihrer Geistesgegenwart und ihrer Fähigkeit, beliebige Umstände zu überwinden, alles tun werden, um nicht nur die Entwicklung ihres Landes, sondern auch seine Lage in der Welt zu verbessern“, betonte das Mitglied des königlichen Hauses.

Wie er sagt, ist schon allein die Tatsache, dass in London zahlreiche Russen wohnen, ein Zeichen für nützliche Zusammenarbeit beider Länder. „Es wundert mich nicht, dass so viele russische Bürger in mein Land kommen, um hier zu leben und zu arbeiten“, betonte der Prinz. „Die große russische Gemeinde, nicht nur in London, sondern auch in ganz Großbritannien, trägt zur Vielfalt des Lebens in diesem Land bei, und ich weiß, dass viele britische Schulen und Universitäten Schüler und Studenten aus Russland gerne aufnehmen.“ Als einen zusätzlichen Faktor, der zur Annäherung von Russen und Briten beitragen kann, nennt Prinz Michael „den ausgezeichneten und selbstkritischen Sinn für Humor, der dem britischen ähnlich ist, sowie die Fähigkeit, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen“.

„Wenn sich in einem Zimmer Vertreter verschiedener Nationen befinden und ein Brite sich einen Scherz erlaubt, wird er am ehesten gerade von den Russen verstanden werden“, bemerkte er. [ ria novosti ]