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29-08-2007 Alexander Litvinenko
Lugowoi verdächtigt Beresowski als Hintermann für Morde an Politkowskaja und Litwinenko
Die spektakulären Morde an der Journalistin Anna Politkowskaja, dem ehemaligen FSB-Mann Alexander Litwinenko, dem Journalisten Wladislaw Listjew und den Duma-Abgeordneten Sergej Juschenkow und Wladimir Golowljo sind unmittelbar mit Boris Beresowski verbunden, sagte der russische Unternehmer Andrej Lugowoi, den die Briten wegen Mord an Litwinenko anklagen.




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„Ob dieses Verbrechen (der Mord an Anna Politkowskaja) aufgeklärt ist oder nicht, ich habe immer gesagt, dass es völlig klar ist, wem alle diese Morde nützen und dass sie auf die unmittelbarste Weise mit Beresowski verbunden sind. Genauso wie der Mord an Listjew, Juschenkow, Golowljow und allen, die ihm in diesem oder jenem Maße nahe standen“, sagte Lugowoi nach einer Frage der Journalisten.

„Das ist eine geplante Provokation. Ich denke, dass dem Mord an Politkowskaja und Litwinenko die Ermordung von Jelena Tregubowa folgen sollte“, so Lugowoi.

Laut Lugowoi war er mit Beresowski kurz vor Litwinenkos Tod zusammengetroffen, um über eine Leibwache für Schriftstellerin Jelena Tregubowa zu beraten, die 2006 nach dem Erscheinen ihres Buchs „Die Märchen einer Kreml-Diggerin” Russland verlassen hatte.

Beresowski habe sich erkundigt, ob Tregubowas künftige Leibwächter bei der Firma von Lugowoi beschäftigt seien. „Beresowski wollte sich von vornherein ein Alibi verschaffen“, sagte Lugowoi.

Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte diese Woche bekannt gegeben, den Mord an Politkowskaja aufgeklärt zu haben. Den Angaben zufolge befindet sich der Drahtzieher des Mordes im Ausland.

Beresowski hatte zuvor wiederholt erklärt, dass hinter Litwinenko-Mord Lugowoi stehe.

Der ehemalige Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes, Alexander Litwinenko, war 2000 nach Großbritannien geflüchtet und starb am 23. November 2006 in der Londoner Universitätsklinik. In seinem Körper wurden Spuren der radioaktiven Substanz Polonium 210 festgestellt. Ein offizielles Gutachten über Litwinenkos Todesursache wurde jedoch bisher nicht veröffentlicht. [ria-novosti]