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29-08-2007 Alexander Litvinenko
Lugowoi ließ offen, ob seine Firma Beresowskis Tochter weiter bewacht
Der des Mordes am früheren FSB-Offizier Alexander Litwinenko beschuldigte Geschäftsmann Andrej Lugowoi hat offen gelassen, ob seine Firma die Tochter des im Londoner Exil lebenden Oligarchen Boris Beresowski weiter bewacht. "Ich werde diese Frage nicht beantworten, weil ich Details über meine Kunden nie preisgegeben habe und nie preisgeben werde", sagte Lugowoi am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Moskau.




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"Ich habe ihn (Beresowski) und seine Familienmitglieder im Laufe von 15 Jahren bewacht - und da hat man die Bescherung", sagte Lugowoi. Die Pressekonferenz wurde live im Rundfunksender "Echo Moskaus" und auf der Webseite der Nachrichtenagentur RIA Novosti übertragen.

Die britische Justiz wirft Lugowoi eine Beteiligung am Giftanschlag gegen Litwinenko vor und besteht weiterhin auf seiner Auslieferung. Die russische Generalstaatsanwaltschaft verweigert dies mit der Begründung, dass Bürger Russlands gemäß Landesverfassung nicht an andere Staaten ausgeliefert werden dürfen.

Der Unternehmer Boris Beresowski hat sich jeglichen Kommentars zu der von Andrej Lugowoi gegen ihn erhobenen Anschuldigungen wegen Morden an den Journalisten Anna Politkowskaja und Wladislaw Listjew, am ehemaligen FSB-Offizier Alexander Litwinenko sowie an den Abgeordneten Sergej Juschenkow und Wladimir Golowljow, enthalten.

Laut Lugowoi, dem die britischen Behörden den Mord an Litwinenko vorwerfen, ist Beresowski mit den Morden an Politkowskaja, Litwinenko, Listjew, Juschenkow und Golowljow unmittelbar verbunden.

Beresowski, dem die russischen Behörden etliche Straftaten anlasten, lebt gegenwärtig in Großbritannien, wo ihm der Flüchtlingsstatus gewährt wurde. Die britischen Behörden haben die Bitte der russischen Staatsanwaltschaft um die Auslieferung von Beresowski abgewiesen.

Zugleich fordert Großbritannien von Russland - in Umgehung der russischen Verfassung - die Auslieferung von Lugowoi. [ria-novosti]