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23-10-2007 Alexander Litvinenko
Großbritannien hält Russland von Ermittlungen zum Litwinenko-Mord fern
Großbritannien hält russische Ermittler absichtlich von der Untersuchung des spektakulären Giftmordes am ehemaligen FSB-Offizier Alexander Litwinenko fern, sagte der russische Unternehmer Andrej Lugowoi, den die britische Justiz hinter dem Litwinenko-Mord sieht, am Dienstag.




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„Ich bin überzeugt, dass die britischen Behörden dieses Verbrechen nicht aufklären wollen“, sagte Lugowoi. „Sie wollen nicht, dass die Öffentlichkeit die wahren Namen der Auftraggeber und der Mörder erfährt.“

„Deshalb verheimlichen die britischen Behörden die wichtigsten Details der Untersuchungen und werden ihr Bestes tun, damit die russischen Ermittler weder vollständige Informationen bekommen noch an der Untersuchung teilnehmen können“, führte Lugowoi aus.

Er sei bereit, sich mit der britischen Justiz wieder zu treffen. „Ich bin überzeugt, dass sie keine Beweise gegen mich haben.“ „Hinter dem Litwinenko-Mord stehen mächtige Kräfte in England. Der Verdacht gegen mich wurde von britischen Geheimdiensten inspiriert und hat einen rein politischen Hintergrund“, sagte Lugowoi.

Der ehemalige Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Litwinenko, war 2000 nach Großbritannien geflüchtet und starb am 23. November 2006 in der Londoner Universitätsklinik. In seinem Körper wurden Spuren der radioaktiven Substanz Polonium 210 festgestellt. Ein offizielles Gutachten zu Litwinenkos Todesursache wurde jedoch bisher nicht veröffentlicht.

Nach monatelangen Ermittlungen machte die britische Justizbehörde Lugowoi für den Mord verantwortlich und forderte in diesem Mai seine Auslieferung. Moskau lehnte die Forderung ab, weil das Grundgesetz die Auslieferung von russischen Staatsbürgern ins Ausland verbietet. Lugowoi selbst beteuert seine Unschuld und weist die Vorwürfe als "politisch motiviert" zurück.

Der Streit hat die Beziehungen zwischen Moskau und London schwer belastet. Großbritannien wies vier russische Diplomaten aus und legte die Verhandlungen über Visa-Erleichterungen mit Russland auf Eis. Auch Russland erklärte vier britische Diplomaten zu Persona non grata und stellte die Visa-Ausstellung für britische Offizielle ein. [ria]