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22-11-2007 Alexander Litvinenko
Polonium-Karrieren dank Gifttod: Lugowoi neidisch auf Litwinenkos Witwe
Die Angehörigen des ehemaligen FSB-Offiziers Alexander Litwinenko, der im November 2006 in London gestorben war, wollen laut dem Unternehmer Andrej Lugowoi mit dem Gifttod Geld verdienen und sind nicht daran interessiert, den Fall zu klären. Das sagte er im Moskauer Twerskoi-Gericht, das eine Klage von Lugowoi gegen die Zeitung "Kommersant" verhandelt.



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Großbritannien macht Lugowoi für den Tod verantwortlich und forderte in diesem Mai seine Auslieferung. Moskau lehnte die Forderung ab, weil das russische Grundgesetz die Auslieferung von Staatsbürgern ins Ausland verbietet.

Ausländische Medien berichteten am gestrigen Mittwoch, die Witwe Litwinenkos wolle sich mit einer Klage an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden, um von Russland die Verantwortung für den Tod ihres Mannes und eine entsprechende Entschädigung einzufordern.

"Meiner Ansicht nach sind die Angehörigen und Freunde Litwinenkos mehr damit beschäftigt, Geld mit allen möglichen Büchern und Filmdrehbüchern zu verdienen als damit, herauszufinden, was geschehen ist", sagte Lugowoi Journalisten.

Der ehemalige Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB Alexander Litwinenko war 2000 nach Großbritannien geflüchtet und starb am 23. November 2006 in der Londoner Universitätsklinik. In seinem Körper wurden Spuren der radioaktiven Substanz Polonium 210 festgestellt. Ein offizielles Gutachten über Litwinenkos Todesursache wurde jedoch bisher nicht veröffentlicht.

Der Streit hat die Beziehungen zwischen Moskau und London schwer belastet. Großbritannien wies vier russische Diplomaten aus und legte die Verhandlungen über Visa-Erleichterungen mit Russland auf Eis. Auch Russland erklärte vier britische Diplomaten zu Persona non grata und stellte die Visa-Ausstellung für britische Offizielle ein.

Lugowoi macht derzeit mit dem Politiker Schirinowski Karriere, der dessen Popularität in Russland als erster erkannte und nutzte. RIA Novosti