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10-12-2007 Alexander Litvinenko
Trotz Abgeordnetenimmunität - Briten bestehen auf Auslieferung von Lugowoi
Großbritannien wird trotz der Wahl von Andrej Lugowoi zum Parlamentsabgeordneten auch weiter auf dessen Auslieferung bestehen, äußerte der britische Botschafter Tony Brenton am Montag in Sankt Petersburg vor Journalisten.




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Lugowoi, der am 2. Dezember als Abgeordneter der Liberaldemokratischen Partei Russlands in die Staatsduma gewählt wurde, wird in Großbritannien des Mordes an dem früheren FSB-Offizier Alexander Litwinenko verdächtigt. Durch seine Wahl fällt Andrej Lugowoi unter die Abgeordnetenimmunität.

„In Bezug auf Lugowoi hat sich nichts geändert. Ich kann nur schwer begreifen, wie er Abgeordneter geworden ist. Wir werden auch weiter seine Auslieferung fordern“, sagte der Botschafter. Litwinenko war im Jahr 2000 nach Großbritannien geflüchtet. Im Oktober 2006 wurde er dort eingebürgert. Wenig später, am 23. November, verstarb er in der Londoner Universitätsklinik.

Die britische Gesundheitsbehörde hat nach seinem Tod verbal verkündet, dass in seinem Körper bedeutende Mengen an radioaktivem Polonium 210 festgestellt worden seien. Offizielle Gutachten über die Todesursache und die Ergebnisse der Obduktion sind jedoch nicht veröffentlicht worden.

Die britische Staatsanwaltschaft hat auf der Grundlage der Ermittlungsergebnisse gegen den früheren FSB-Offizier und heutigen Geschäftsmann Andrej Lugowoi Anklage wegen Mordes erhoben.

Russland hat Lugowois Auslieferung unter Bezug auf die Verfassung, die die Auslieferung russischer Staatsangehöriger verbietet, abgelehnt. Lugowoi selbst bestreitet jede Schuld. RIA Novosti