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12-12-2007 Alexander Litvinenko
Russischer Ex-Agent: Fall Litwinenko von britischen Geheimdiensten inszeniert
Die Affäre um den ehemaligen Offizier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Litwinenko, soll von den britischen Geheimdiensten inszeniert worden sein. Dieser Ansicht ist der hoch dekorierte Veteran der russischen Auslandsaufklärung (SWR), Gework Wartanjan.



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"Bei einer Analyse der Umstände rund um den Tod des ehemaligen Offiziers und der Handlungen der britischen Rechtsschutzbehörden wird offensichtlich, dass er (Litwinenko) ihnen in die Quere kam. Sie (die britischen Dienste) beschlossen, sich seiner zu entledigen. Dafür dachten sie sich eine komplizierte Kombination aus", sagte Wartanjan. "Derartige Operationen sind für den britischen Nachrichtendienst typisch."

Für die russischen Geheimdienste sei Litwinenko nicht von Interesse gewesen, denn er "habe über keine Informationen verfügt, die den Interessen Russlands schaden könnten". "Es wird etwas Zeit ins Land gehen, und alles im Fall Litwinenko wird ins rechte Lot kommen." Litwinenko war im Jahr 2000 nach Großbritannien geflüchtet und im Oktober 2006 eingebürgert worden. Am 23. November vorigen Jahres verstarb er in einem Londoner Krankenhaus. Die britische Gesundheitsbehörde verbreitete nach seinem Tod, dass in Litwinenkos Körper große Mengen der radioaktiven Substanz Polonium 210 festgestellt worden seien. Offiziell gab es jedoch kein Gutachten über die Todesursachen und keine Ergebnisse der Obduktion.

Die britische Justiz leitete nach den Ermittlungen ein Strafverfahren gegen den früheren FSB-Offizier und heutigen Unternehmer Andrej Lugowoi, der mittlerweile als Abgeordneter ins Parlament gewählt wurde und deshalb Immunität genießt. Der Beschuldigte bestreitet kategorisch jede Schuld. Russland hat seine Auslieferung abgelehnt, weil seine Verfassung die Auslieferung von russischen Staatsangehörigen verbietet. RIA Novosti