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08-07-2008 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Russischer Geheimdienst nicht verwickelt
Die russische Staatsanwaltschaft hat die jüngsten Medienberichte über die angebliche Verwicklung russischer Geheimdienste in den Tod des nach London geflüchteten Ex-FSB-Offiziers Alexander Litwinenko zurückgewiesen.

"Um den Fall objektiv zu untersuchen, haben russische Ermittler zuständige Behörden anderer Staaten, darunter auch Großbritanniens, mehrmals gebeten, einige Personen zu verhören und weitere Untersuchungen vorzunehmen. Obwohl diese Bitten bislang nicht in vollem Umfang erfüllt wurden, haben die Ermittler deutliche Fortschritte erzielt", sagte der Sprecher des Untersuchungsausschusses der russischen Staatsanwaltschaft, Wladimir Markin, am Dienstag gegenüber RIA Novosti.

"Den russischen Ermittlern liegen keine Informationen über die Verwicklung von Geheimdiensten in dieses Verbrechen vor", hieß es.

Am Montagabend hatte BBC-Journalist Mark Urban in einem Fernsehbeitrag unter Berufung auf britische Geheimdienste erneut behauptet, Russlands Führung sei direkt in den Mordfall Litwinenko verwickelt.

"Wir haben wesentliche Hinweise darauf, dass ein bestimmter Staat hinter dem Fall Litwinenko steckt", zitierte der Reporter einen ranghohen Sicherheitsbeamten.

"Nach Auffassung des britischen Geheimdienstes MI-5 war der russische Staat in den Mord an Litwinenko durch radioaktive Strahlen verwickelt", so Urban.

Der im Jahr 2000 nach Großbritannien geflüchtete Ex-Mitarbeiter des russischen Inlandgeheimdienstes FSB war im November 2006 unter geheimnisvollen Umständen gestorben. Experten der britischen Gesundheitsbehörden behaupteten, hohen Gehalt an radioaktivem Polonium-210 in der Leiche gefunden zu haben.

Litwinenko hatte gute Kontakte zu dem in London lebenden Oligarchen Boris Beresowski, dem in Russland mehrere Wirtschaftsdelikte in Milliardenhöhe vorgeworfen werden. RIA Novosti