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25-07-2008 Alexander Litvinenko
Russland bekommt Fahndungsinformationen aus Deutschland
Deutsche Fahnder haben ihren russischen Kollegen Ermittlungsmaterialien zum Mord am ehemaligen Ex-Geheimdienstlers Alexander Litwinenko und dem versuchten Mord am russischen Geschäftsmann Dmitri Kowtun übergegeben. Das sagte ein Sprecher der russischen Staatsanwaltschaft, Wladimir Markin, am Donnerstag.



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"Die zuständigen deutschen Behörden zeigten sich kooperationsbereit und übergaben den russischen Ermittlern auf deren Anfrage einige Ermittlungsmaterialien, die für die Untersuchung der Todesumstände Litwinenkos aufschlussreich sind", hieß es.

Der im Jahr 2000 nach Großbritannien geflüchtete Ex-Mitarbeiter des russischen Inlandgeheimdienstes FSB war im November 2006 unter geheimnisvollen Umständen gestorben. Experten der britischen Gesundheitsbehörden behaupteten, einen hohen Gehalt an radioaktivem Polonium-210 in der Leiche gefunden zu haben.

Kurz vor seinem Tod traf Litwinenko mit dem russischen Geschäftsmann Andrej Lugowoj in einem Londoner Restaurant zusammen. Britische Ermittler bezeichnen Lugowoj als Hauptverdächtigen und fordern seine Auslieferung von Russland. Der Kreml lehnt das strikt ab und verweist darauf, dass Russland laut Verfassung seine Bürger nicht ins Ausland ausliefern darf. Kowtun ist ein Geschäftspartner von Lugowoj und sprach mit ihm kurz vor Litwinenkos Tod. In einem Haus in Hamburg, wo Kowtuns Ex-Frau wohnt, wurden Spuren vom Polonium-210 entdeckt.

Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes an Litwinenko und versuchten Mordes an Kowtun eingeleitet.