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18-10-2011 Alexander Litvinenko
Litwinenkos Kooperation mit britischem Geheimdienst: Lugowoj sieht sich bestätigt


Der russische Geschäftsmann und Politiker Andrej Lugowoj, eine der Schlüsselfiguren im Fall des 2006 gestorbenen Kreml-Kritikers und Ex-Agenten Alexander Litwinenko, sieht sich in seiner Position durch Berichte über dessen Tätigkeit für den britischen Geheimdienst bestätigt. Damit erwiesen sich viele seiner Erklärungen als richtig, sagte Lugowoj der Zeitung "Moskowski Komsomolez" vom Dienstag.




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Litwinenkos Witwe, Marina Lugowoj, hatte in einem BBC-Interview am Sonntag erklärt, ihr Mann habe mit britischen Geheimdiensten beim Kampf gegen das organisierte Verbrechen zusammengearbeitet. Sowohl Lugowoj als auch Litwinenko waren früher Agenten des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB.

Großbritannien wirft Lugowoj vor, Litwinenko im November 2006 in London mit der radioaktiven Substanz Polonium 210 vergiftet zu haben und fordert seine Auslieferung. Moskau lehnt dies ab. Lugowoj, der mittlerweile für die Liberaldemokratische Partei im russischen Parlament sitzt, beteuerte stets seine Unschuld. Er erklärte sich aber bereit, mit den britischen Ermittlern zusammenzuarbeiten und per Videokonferenz als Zeuge in dem Fall auszusagen.

Litwinenko hatte auf dem Sterbebett den damaligen russischen Präsidenten und ehemaligen KGB-Chef Wladimir Putin persönlich für den Polonium-Anschlag verantwortlich gemacht. Die wegen des Vorfalls gespannten Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien haben sich erst in jüngster Zeit etwas entspannt.
[russland.RU]
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