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28-11-2006 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Staatsduma-Abgeordneter verdächtigt Boris Beresowski des Mordauftrags
Der flüchtige Unternehmer Boris Beresowski sei am Tod des Ex-Mitarbeiters des russischen Geheimdienstes FSB Alexander Litwinenko interessiert gewesen.

Diese Auffassung vertrat der Vorsitzende des Unterausschusses für die Bekämpfung des internationalen Terrorismus und der organisierten Kriminalität der Staatsduma, Igor Barinow, am Dienstag auf Anfrage von RIA Novosti.




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Ihm zufolge sprechen die im Londoner Büro von Beresowski festgestellten Spuren von Polonium-210, einem radioaktiven Stoff, ebenfalls für diese Version.

Alexander Litwinenko, der im Jahre 2000 nach Großbritannien geflüchtet war und im Oktober dieses Jahres einen britischen Pass erhalten hatte, starb am späten Donnerstagabend in der Intensivstation der Londoner Universitätsklinik. Es liegt noch kein medizinisches Gutachten zur Todesursache vor. Mitarbeiter der britischen Gesundheitsbehörde haben in seinem Körper Spuren von Polonium-210 nachgewiesen. Spuren dieses radioaktiven Stoffes wurden dann auch an den Orten entdeckt, die Litwinenko am 1. November besucht hatte, - im Restaurant Itsu und im Hotel Millennium im Zentrum von London sowie in seinem Haus im nördlichen Stadtgebiet Muswell-Hill.

Am Montag wurden Polonium-210-Spuren in dem Gebäude entdeckt, wo sich das Londoner Büro von Beresowski befindet.

Laut dem Abgeordneten war die Vergiftung von Litwinenko als "ein starker Informationsanlass zur Verleumdung unseres Landes" gedacht.

Barinow ist überzeugt, dass Beresowski die Möglichkeit hatte, diesen radioaktiven Stoff zu beschaffen.

Boris Beresowski enthielt sich jeglichen Kommentars zu der Tatsache, dass in seinem Büro Spuren von Polonium-210 nachgewiesen worden waren. [ RIA Novosti ]