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28-11-2006 Alexander Litvinenko
Russische Generalstaatsanwaltschaft bietet London Hilfe im Fall Litwinenko an
Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands ist bereit, der britischen Polizei bei der Ermittlung zum Tod des ehemaligen FSB-Offiziers Alexander Litwinenko Hilfe zu leisten.

Das teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag vor Journalisten mit.





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"Im Hinblick auf die recht konstruktive, sich dynamisch entwickelnde Zusammenarbeit zwischen den Rechtsschutzorganen beider Länder ist die Generalstaatsanwaltschaft Russlands bereit, im Rahmen der bereits signierten Übereinkommen mit dem Königlichen Staatsanwaltsdienst Großbritanniens sowie im Hinblick auf den durchgeführten Dialog mit dem Innenministerium dieses Landes und mit Scotland Yard das gesamte Arsenal ihrer Möglichkeiten zu nutzen, um den britischen Kollegen zu helfen", sagte der Sprecher.

Ihm zufolge sei die russische Seite bereit, "bei Bedarf britische Kollegen in Moskau zu empfangen und ihnen allseitige Hilfe zu erweisen".

Wie der Sprecher zugleich bemerkte, seien bei der Generalstaatsanwaltschaft bis jetzt keine Ermittlungsanträge aus Großbritannien eingegangen.

Der ehemalige Offizier des russischen Geheimdienstes FSB Alexander Litwinenko war im Jahre 2000 nach Großbritannien geflüchtet. In der Nacht zum Freitag starb er in der Londoner Universitätsklinik. Es liegt noch kein medizinisches Gutachten zur Todesursache vor.

Mitarbeiter der britischen Gesundheitsbehörde haben in seinem Körper Spuren von Polonium-210 nachgewiesen. Spuren dieses radioaktiven Stoffes wurden dann auch an den Orten entdeckt, die Litwinenko am 1. November besucht hatte - im Restaurant Itsu und im Hotel Millennium im Zentrum von London sowie in seinem Haus im nördlichen Stadtgebiet Muswell-Hill.

Polonium-210-Spuren wurden auch in dem Gebäude entdeckt, wo sich das Londoner Büro von Beresowski befindet.

Dem britischen Innenminister John Reid zufolge "wird dieser Tod als verdächtig betrachtet". Laut einer früheren Formulierung der britischen Polizei ist "der Tod aus unerklärlichen Gründen" eingetreten.

Die offizielle Untersuchung des Todes von Litwinenko wird jetzt von der Anti-Terror-Abteilung von Scotland Yard geleitet. [ RIA Novosti ]