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29-11-2006 Alexander Litvinenko
Westliche Diskreditierungskampagne gegen Russland nicht ausgeschlossen
Der Duma-Abgeordnete Alexander Hinschtejn hat geäußert, dass die Situation um Jegor Gaidar zur Diskreditierung der russischen Obrigkeiten und der Geheimdienste geplant sein könnte.

Der einstige russische Reformer Jegor Gaidar musste mit akuten Beschwerden ins Krankenhaus.





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"Ich kann einen im Westen entwickelten systematischen Plan nicht ausschließen, nach dem die russische politische Führung und die Geheimdienste durch ostentative Mordversuche an russischen liberalen Politikern diskreditiert werden soll", sagte Hinschtejn am Mittwoch gegenüber RIA Novosti.

Jegor Gaidar, Direktor des Instituts für die Wirtschaft der Übergangsperiode, wurde in ein Moskauer Krankenhaus gebracht. Die Ärzte können den Grund für seine plötzlichen gesundheitlichen Probleme nicht feststellen. Gaidar wurde am 24. November auf einer Konferenz in Dublin schlecht, und er wurde in die Reanimationsabteilung eines Dubliner Krankenhauses eingeliefert. Dann wurde Gaidar in ein Moskauer Krankenhaus überführt.

Laut Hinschtejn haben die russischen Behörden nichts mit dem Vorfall um Gaidar zu tun.

"Ich habe das Gefühl einer tragischen Farce. Wenn die Opposition im Fall Litwinenko einen Anlass hatte zu behaupten, dass der russische Geheimdienst die Schuld an seiner Vergiftung und seinem Tod trage, ist im Fall Gaidar völlig klar, dass kein einziger Vertreter der Behörden mit dieser Übeltat zu tun hat", sagte der Abgeordnete.

Alexander Litwinenko ist ein ehemaliger Offizier des russischen Geheimdienstes FSB, der 2000 nach Großbritannien geflohen war. Er starb am 23. November im Krankenhaus des London University Hospital. Experten vom britischen Nationalen Gesundheitsdienst haben in seinem Körper Spuren von radioaktivem Polonium-210 entdeckt. [ RIA Novosti ]