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29-11-2006 Alexander Litvinenko
Spur im Fall Litvinenko führt möglicherweise nach Italien
Eine Spur im Fall des vergifteten Ex-Spions Alexander Litvinenko führt britischen Medienberichten zufolge nach Italien. Litvinenko habe von einen Italiener namens Mario gesprochen, den er als Täter verdächtigte, sagte der Ko-Autor von Litvinenkos geheimdienst-kritischem Buch "Der FSB sprengt Russland", Juri Felschtinski, nach Informationen des Boulevardblattes "The Sun" (Mittwochausgabe).





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Er sei sich sicher gewesen, dass es Mario war, sagte Felschtinski. Zu den letzten, die Litvinenko vor seiner schleichenden Vergiftung trafen, zählt der italienische Professor Mario Scaramella. Er überreichte Litvinenko bei dieser Gelegenheit Dokumente über den Mord an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja.

Der Geheimdienstexperte Scaramella bestritt jegliche Beteiligung an der Vergiftung. Er sagte, er habe mit Litvinenko über eine angebliche schwarze Liste des russischen Geheimdienstes gesprochen, auf der ihre beiden Namen stehen würden. Nach Angaben der britischen Zeitung "The Independent" sagte Scaramella, Litvinenko habe im Jahr 2000 den Transfer von radioaktivem Material nach Zürich organisiert. Es sei eine der letzten Einsätze gewesen, die der Ex-Spion im Auftrag des russischen Geheimdienstes FSB unternommen habe.

Scaramella hielt sich in der britischen Hauptstadt für medizinische Tests wegen einer mögliche Verstrahlung durch radioaktives Polonium 210 auf, das auch in hoher Konzentration in Litvinenkos Urin gefunden wurde. Der Italiener hatte Litvinenko am 1. November in einer Londoner Sushi-Bar getroffen. Scaramella steht unter Polizeischutz und gilt für die Ermittler als wichtiger Zeuge.

Die Zahl der vorsorglich auf radioaktive Verstrahlung getesteten Menschen erhöhte sich am Mittwoch auf acht. Die britische Gesundheitsbehörde HPA betonte jedoch, dass das Risiko einer Verstrahlung mit dem radioaktiven Polonium 210 für eine breitere Öffentlichkeit weiterhin gering sei.