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01-12-2006 Alexander Litvinenko
Litwinenko – Von Ablenkungsmanöver zu schlechtem Fisch
Der neue Spionage-Skandal in Großbritannien diene dem Ziel, die Öffentlichkeit von den geheimen CIA-Geheimgefängnissen abzulenken. So kommentierte ein russischer Geheimdienstexperte die Erklärung des britischen Parlamentsabgeordneten Chris Bryant, dem zufolge in Großbritannien 30 bis 60 russische Spione tätig sind.





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Die britischen Geheimdienste seien in einer peinlichen Situation, sagte der Experte. Einerseits seien sie ins Skandal um die geheimen CIA-Gefängnisse in Europa verwickelt. Andererseits müssen sie die Todesursache des Ex-FSB-Offiziers Litwinenko klären.

Chrys Bryant hatte in einer Sitzung des britischen Parlaments am Mittwoch erklärt, dass sich der britische Inlandsgeheimdienst MI5 immer mehr dem Kampf gegen den Terrorismus widme und der Spionageabwehr immer weniger Aufmerksamkeit schenke. Insbesondere nach dem Tod von Alexander Litwinenko müsse die Tätigkeit russischer Agenten bei Großbritannien Besorgnis erregen, sagte Bryant.

Litwinenko konnte sich mit schlechtem Fisch und Meeresfrüchten vergiftet haben

Der ehemalige FSB-Offizier Alexander Litwinenko konnte sich selbst in einer der britischen Sushi-Bars, die er oft besucht hatte, vergiftet haben. Das sagte der Generaldirektor des Forschungs- und Produktionszentrums Transcript, Nikolai Sliptschenko, in einem RIA-Novosti-Interview.

Transcript befasst sich mit der Entwicklung und dem Bau von komplexen Sicherheits- und Anti-Terror-Systemen.

"Es ist schwer, eindeutig zu beurteilen, ob Litwinenko mit Polonium vergiftet wurde, weil keine russische Struktur, sondern die britischen Geheimdienste diesen Stoff identifizierten, und diese Schlüsse gehen völlig auf ihr Gewissen", sagte Sliptschenko.

Der Experte sagte, dass die Ursache der Vergiftung Litwinenkos schlechter Fisch und Meeresfrüchte gewesen sein konnten, die an die Bar geliefert wurden. "Wahrscheinlich wurde die Aufmerksamkeit nicht umsonst darauf gelenkt, dass es eine Sushi-Bar war. Man muss verstehen, dass der Fisch, geschweige denn Sushi, dort in keiner Weise bearbeitet, nicht auf Radioaktivität untersucht wird", sagte er. Dieser Fisch konnte sich zuvor in verstrahltem Wasser befunden haben, "in das auch radioaktiver Abfall eingeleitet worden sein konnte". [ RIA Novosti  / russland.RU ]