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01-12-2006 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Verstrahlter Mercedes gehört angeblich tschetschischem Emissär Sakajew
Die britische Polizei hat im Rahmen der Ermittlungen zum Fall Litwinenko Strahlungsspuren in einem Mercedes im Norden von London entdeckt. Am Freitag meldeten britische Zeitungen, dass Strahlungsspuren auch im Auto eines der Freunde des gestorbenen Ex-FSB-Offiziers Litwinenko gefunden wurden.

Nach Angaben von Daily Telegraph handelt es sich um das Auto des Emissärs der tschetschenischen Separatisten Achmed Sakajew.

Das Internet-Magazin This is local London, das Nachrichten aus 40 lokalen Zeitungen veröffentlicht, berichtete über Details der polizeilichen Operation.

Polonium-210 wurde in Litwinenkos Wohnhaus im nördlichen Stadtgebiet Muswell-Hill gefunden. An diesem Donnerstag wurde unweit von diesem Haus ein silberfarbiger Mercedes abgesichert und mit einer Plane bedeckt. Der Wagen gehört vermutlich einem russischen Nachbarn Litwinenkos, der Litwinenko gut kannte.

Zuvor hatten britische Medien berichtet, dass Litwinenko in der selben Straße wie der tschetschenische Emissär Achmed Sakajew wohnte, der 2003 politisches Asyl in Großbritannien erhalten hatte. Die Wohnhäuser für Litwinenko und Sakajew wurden laut britischen Zeitungen von dem ebenfalls flüchtigen russischen Unternehmer Boris Beresowski gekauft.

Der britische Innenminister John Reid teilte am 30. November vor dem Parlament mit, dass die Polizei im Zusammenhang mit dem Fall Litwinenko 24 Orte untersucht und an zwölf Orten Strahlungsspuren gefunden habe. Laut Scotland Yard wurde Radioaktivität unter anderem in der Sushi-Bar Itsu, im Millennium Hotel sowie in Litwinenkos Wohnhaus und im Büro von Boris Beresowski festgestellt.

Die Polizei habe auch weitere Orte durchsucht, teilte ein Scotland-Yard-Sprecher mit, ohne auf Details einzugehen. [ RIA Novosti ]