russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



02-12-2006 Alexander Litvinenko
Kaum Überlebenschance für Litvinenko-Kontaktmann Scaramella
Der mit Polonium 210 belastete Kontaktmann des vergifteten russischen Ex-Spions Alexander Litvinenko hat laut britischen Presseberichten kaum Überlebenschancen. Die Ärzte gingen davon aus, dass die Überlebenschancen des Italieners "praktisch bei null" lägen, berichtete die Zeitung "Daily Mirror" am Samstag unter Berufung auf Polizeikreise.





Werbung


Die Ärzte hielten es "für ein Wunder", sollte Scaramella überleben. Die Zeitung "The Sun" berichtete, Scaramella sei "schwer krank"; laut "Daily Mail" schwebte der Italiener "in Lebensgefahr".

Am Freitag hatte ein Sprecher des Londoner University College Hospital, in das Scaramella zuvor eingeliefert worden war, gesagt, dem Patienten gehe es gut; die bei Scaramella nachgewiesene Menge Polonium 210 sei "bedeutend" geringer als die bei Litvinenko gefundene. Scaramella war einer der letzten gewesen, die Litvinenko vor seiner schleichenden Vergiftung getroffen hatten. Er hatte den russischen Ex-Spion am 1. November in einem Londoner Sushi-Restarant getroffen. Litvinenko und starb am 23. November; in seinem Urin wurden große Mengen der radioaktiven Substanz Polonium 210 gefunden.

In der russischen Zeitung "Kommersant" vom Samstag äußerte ein weiterer Kontaktmann Litvinenkos die Vermutung, dieser sei möglicherweise schon zwei Wochen früher als bislang vermutet vergiftet worden. Der russische Geschäftsmann Andrej Lugowoi sagte dem Blatt, er selbst habe sich möglicherweise bei einem Treffen mit Litvinenko und anderen Geschäftspartnern am 17. Oktober in London mit Polonium 210 kontaminiert. Lugowoi sagte dies als mögliche Begründung, weshalb in einem Flugzeug der British Airways, das er am 25. Oktober bestiegen hatte, Spuren von Radioaktivität gefunden wurden.