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03-12-2006 Alexander Litvinenko
Litvinenko-Kontaktmann: Widersprüchliches über Scaramellas Gesundheitszustand
Dem mit Polonium 210 verseuchten italienischen Litvinenko-Kontaktmann Mario Scaramella geht es nach eigenen Angaben gut. "Trotz einer großen Angst (...) fühle ich mich derzeit gut, ich habe keine Symptome", schrieb Scaramella in einem Brief an seinen Anwalt, den dieser am Samstag der Nachrichtenagentur Ansa übermittelte.





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Die in seinem Urin gefundene Menge Polonium 210 sei "bedeutend geringer" als die bei dem verstorbenen russischen Ex-Agenten Alexander Litvinenko nachgewiesene Dosis.

Auch das behandelnde Krankenhaus in London widersprach britischen Zeitungsberichten, wonach sich Scaramella in Lebensgefahr befand. Scaramella gehe es gut; vorläufige Tests hätten "keine Beweise für eine radioaktive Vergiftung" gebracht, sagte ein Kliniksprecher. Das italienische Gesundheitsministerium teilte mit, Scaramella könne bereits am Montag aus der Klinik entlassen werden. Er war am Freitag ins Krankenhaus eingeliefert worden.

In dem Brief an seinen Anwalt Sergio Rastrelli schrieb Scaramella, er gehe davon aus, dass seine und Litvinenkos Vergiftung mit Informationen zusammenhingen, die der Ex-Agent ihm "vor Monaten" gegeben habe. Scaramella hatte Litvinenko am 1. November in London getroffen. Am selben Tag begannen die Vergiftungserscheinungen bei dem Russen, der rund drei Wochen später starb.