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05-12-2006 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Britische Botschaft in Moskau wird auf Radioaktivität kontrolliert
Im Rahmen der Ermittlungen zum rätselhaften Tod des Ex-FSB-Offiziers Alexander Litwinenko wird die britische Botschaft in Moskau auf Strahlungsspuren hin überprüft.

Nach Angaben der britischen "The Guardian" wird in der Botschaft insbesondere das Zimmer untersucht, in dem sich die russischen Unternehmer Andrej Lugowoj und Dmitri Kowtun getroffen hatten. Nach diesem Treffen hatten sie ihre Kontakte mit Litwinenko in London eingestanden.





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Alexander Litwinenko, der 2000 nach Großbritannien geflüchtet war und im Oktober dieses Jahres die britische Staatsbürgerschaft bekam, starb am 23. November in einer Universitätsklinik in London. Spezialisten der britischen Gesundheitsbehörde entdeckten in seinem Körper Spuren des radioaktiven Elements Polonium-210, die dann auch an Orten gefunden wurden, die Litwinenko besucht hatte. Unter anderem in einem Restaurant und in einem Hotel im Zentrum von London.

Seit Montagabend befindet sich ein britisches Ermittlerteam in Moskau.

Wenn Alexander Litwinenko ermordet wurde und wenn die Täter die russische Staatsbürgerschaft haben, werden sie kaum jemals in Großbritannien vor Gericht kommen, schreibt "The Guardian". Nach dem russischen Recht darf kein russischer Staatsbürger an einen fremden Staat ausgeliefert und dort vor Gericht gestellt werden, zitiert die Zeitung einen Vertreter der russischen Generalstaatsanwaltschaft. "Der jeweilige Tatverdächtige darf nur in der Russischen Föderation von ausländischen Experten vernommen werden", hieß es. [ RIA Novosti ]