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06-12-2006 Alexander Litvinenko
Scaramella: Ex-Agenten aus Russland für Tod Litvinenkos verantwortlich
Der italienische Kontaktmann des tödlich vergifteten Kreml-Kritikers Alexander Litvinenko, Mario Scaramella, hat ehemalige russische Geheimdienstler für den Tod des Ex-Agenten verantwortlich gemacht. Er habe sich am 1. November mit Litvinenko getroffen, um diesen zu warnen, sagte Scaramella in einem am Mittwoch auf der Website des Fernsehsenders CNN veröffentlichten Interview.

Er habe zuvor E-Mails von gemeinsamen Bekannten erhalten, denenzufolge "Geheimorganisationen aus Russland" es auf sein und Litvinenkos Leben abgesehen hätten.
bei russland.RU
Fall Litvinenko: Polonium als Schmugglerware?


Alexander Litvinenko Tod in London – Analysen, Meinungen, Hintergründe, Informationen bei russland.RU


Diese hätten nicht direkt den russischen Behörden unterstanden, sondern seien vielmehr von "pensionierten Mitarbeitern" des Geheimdienstes FSB gesteuert worden.

Scaramella bezeichnete es zudem als unwahrscheinlich, dass Litvinenko während ihres Treffens in einem Londoner Sushi-Lokal vergiftet wurde. Dort seien zu der Zeit keine andere Besucher gewesen, und es sei nichts Ungewöhnliches passiert. Der Italiener gab das Interview in einem Krankenhaus in London, wo er seit der Entdeckung geringer Mengen von Polonium 210 in seinem Körper behandelt wird. Er befindet sich nach Angaben der britischen Behörden nicht in Lebensgefahr. Litvinenko war ungefähr zur Zeit des Treffens mit Scaramella mit großen Mengen der radioaktiven Substanz vergiftet worden und starb am 23. November nach wochenlangem Leiden. Die genauen Umstände der Tat sind bislang ungeklärt.