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07-12-2006 Alexander Litvinenko
Tschetschenischer Exilpolitiker Sakajew sieht russische Behörden hinter Litwinenkos Tod
Der in London lebende Emissär der tschetschenischen Separatisten, Achmed Sakajew, hat russische Behörden beschuldigt, hinter dem Tod des ehemaligen FSB-Offiziers Alexander Litwinenko zu stehen.

Wie er im britischen Fernsehsender Sky News erklärte, kennt er die Symptome einer Vergiftung mit dem radioaktiven Stoff Polonium-210, dessen Spuren in Litwinenkos Körper entdeckt wurden, weil dieser Stoff angeblich bei Sonderoperationen in Tschetschenien eingesetzt worden sei.





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Nach seiner Ansicht seien die Morde an Litwinenko und an der Journalistin Anna Politkowskaja, die Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien untersucht hatte, nicht zufällig gewesen.

Russland besteht auf eine Auslieferung Sakajews, der sich seit dem 05. Dezember 2002 in London aufhält. Er war dort gemäß dem russischen Auslieferungsantrag zunächst festgenommen, danach aber gegen Kaution freigelassen worden. Sakajew darf Großbritannien allerdings nicht verlassen.

Die Anklagen gegen Sakajew in Russland lauten auf "Terrorismus" und "Ethnische Hetze".

In einem seiner Interviews, die als Grund für die letztere Anklage dienen, bewertete er den Terroristenführer Schamil Bassajew als einen Helden und herausragenden Heerführer und bedauerte dessen Tod.

Bassajew war am 10. Juli 2006 in Inguschetien getötet worden. Nach Angaben der russischen Rechtsschutzorgane war er an den spektakulärsten Terrorakten in Russland beteiligt; dazu soll auch die Geiselnahme in einer Schule der nordossetischen Stadt Beslan am 01. September 2004 mitgezählt werden, bei der 333 Personen, u. a. 186 Kinder, ums Leben kamen. [ RIA Novosti ]