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07-12-2006 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Lawrow erwartet kein Beziehungswechsel mit Großbritannien
Die Ermittlungen im Fall Litwinenko würden sich nicht auf die politischen Beziehungen zu Großbritannien auswirken.

Das sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag vor Journalisten.





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Er könne das jedoch nicht in Bezug auf die britische Seite beurteilen, fügte der Minister hinzu.

Lawrow betonte, dass die Versuche, eine politische Kampagne um diese Affäre zu entfalten und "daraus eine politische Sensation zu machen, bereits scheitern, darunter auch in der seriösen britischen Presse".

Der ehemalige Offizier des russischen Geheimdienstes FSB, Alexander Litwinenko, der im Jahr 2000 nach Großbritannien geflüchtet war und im Oktober dieses Jahres den britischen Pass erhalten hatte, starb am 23. November in der Londoner Universitätsklinik. Experten der britischen Gesundheitsbehörde wiesen in seinem Körper Spuren von Polonium-210 nach. Später wurden Spuren dieses radioaktiven Stoffes an einigen Orten in London, so im Restaurant Itsu und im Hotel Millennium im Zentrum der britischen Hauptstadt, entdeckt, die Litwinenko besucht hatte.

Scotland Yard ermittelt zu dem Fall.

"Wir haben uns von Anfang an bereit erklärt, bei der Untersuchung zu helfen, und wir bleiben dabei", sagte Lawrow. Ihm zufolge habe Russland nach einem konkreten Antrag Großbritanniens auf Hilfe ein britisches Untersuchungsteam empfangen, das sich jetzt in Moskau aufhalte. [ RIA Novosti ]