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07-12-2006 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Verhör des Zeugen Andrej Lugowoi verschoben
Die für Donnerstag geplante Vernehmung des russischen Unternehmers und Ex-FSB-Agenten Andrej Lugowoi, der im Fall Litwinenko als Zeuge auftritt, musste aus technischen Gründen verschoben werden.

Das teilte Lugowois Anwalt Andrej Romaschow der RIA Novosti mit. Ihm zufolge wurde das Verhör auf Wunsch der Ermittlungsbehörden vertagt.





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Die russische Generalstaatsanwaltschaft und Scotland Yard wollten Lugowoi um 14.00 Uhr Moskauer Zeit (12:00 Uhr MESZ) vernehmen.

Russische und britische Experten ermitteln in Moskau zur mutmaßlichen Vergiftung des ehemaligen Offiziers des russischen Geheimdienstes FSB, Alexander Litwinenko. Mitarbeiter von Scotland Yard waren am vergangenen Montag in der russischen Hauptstadt eingetroffen.

Litwinenko, der im Jahr 2000 nach Großbritannien geflüchtet war und im Oktober dieses Jahres einen britischen Pass erhalten hatte, starb am 23. November in der Londoner Universitätsklinik. Wie Scotland Yard am Mittwoch mitteilte, starb Litwinenko eines gewaltsamen Todes. Die vorläufigen Ergebnisse der Obduktion hätten eine Verstrahlung des Körpers durch radioaktives Polonium-210 bestätigt, hieß es.

Lugowoi, Ex-Mitarbeiter des FSB und ehemaliges Mitglied der Leibwache des flüchtigen Ex-Oligarchen Boris Beresowski, hatte am 01. November Litwinenko zusammen mit einem anderen Russen, Dmitri Kowtun, getroffen. Drei Tage später wurde Litwinenko ins Krankenhaus gebracht.

Lugowoi suchte Ende November die britische Botschaft in Moskau auf und erklärte sich bereit, Scotland Yard bei der Ermittlung in diesem Fall zu helfen. [ RIA Novosti ]