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09-12-2006 Alexander Litvinenko
BKA findet in Hamburger Wohnung "Hinweise auf Strahlen"
Bei ihren Recherchen im Zusammenhang mit dem Tod des vergifteten russischen Ex-Agenten und Kreml-Kritikers Alexander Litvinenko haben Spezialisten des Bundeskriminalamtes (BKA) in Hamburg-Altona Hinweise auf Strahlen gefunden. Es gebe "Hinweise auf Strahlen, aber keine Strahlenquelle", sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zum Samstag.



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Für Anwohner bestehe "keine Gefahr". Eine Expertengruppe werde am Samstag morgen zu einer Einsatzbesprechung zusammenkommen, danach würden weitere Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben.

Die BKA-Experten untersuchten den Angaben zufolge eine Wohnung des Litvinenko-Kontaktmanns Dimitri Kowtun, der sich derzeit in einem Moskauer Krankenhaus befindet, und eine weitere Wohnung in demselben Mehrfamilienhaus. Die Hinweise auf Strahlen wurden in der zweiten Wohnung gefunden, nicht in Kowtuns Wohnung. Wer Mieter der zweiten Wohnung war und welcher Art die Hinweise auf Strahlen waren, wollte der Polizeisprecher nicht sagen. Beide Wohnungen wurden versiegelt. Personen, die Kontakt zu Kowtun hatten, wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Litvinenko war am 23. November in London gestorben. In seinem Körper wurden Spuren von Polonium 210 gefunden. Kowtun wurde russischen Medienberichten zufolge wie Litvinenko mit Polonium 210 radioaktiv vergiftet. Sein Gesundheitszustand sei ernst. Der frühere russische Geheimdienstagent und Unternehmer Kowtun hatte am 1. November in einer Londoner Hotelbar Litvinenko getroffen, der kurze Zeit später erste Vergiftungssymptome zeigte. An dem Treffen nahm auch der Ex-Spion Andrej Lugowoi teil, der derzeit in Moskau ebenfalls unter medizinischer Beobachtung steht.