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16-07-2004 Moskau Aktuelles
Ausstellung "Poeta pingens" im Staatlichen Literaturmuseum in Moskau
Bemerkenswert für Menschen, die sich für bildende Kunst und Literatur interessieren, ist die Ausstellung "Poeta pingens" (Zeichnender Schriftsteller), die in diesen Tagen im Staatlichen Literaturmuseum in Moskau stattfindet. Der Anlass ist der 70. Gründungstag des Museums. Die Ausstellung soll am 1. September zu Ende gehen.

Bekanntlich waren viele russische Schriftsteller begabte Maler und Zeichner. Im fernen 19. Jahrhundert galt nämlich der Unterricht in Malen und Zeichnen in den adligen Familien als ebenso natürlich wie auch der Musik- und der Fremdsprachenunterricht. Deshalb sind zahlreiche ausgezeichnete Graphiken und Gemälde von Klassikern der russischen Literatur erhalten geblieben.

Auch in unserer Zeit ist die bildende Kunst für viele Schriftsteller und Dichter eine Art Hobby. Nicht selten ist der Pinsel eines Schriftstelles ebenso ausdrucksvoll wie seine Feder. Deshalb ergänzt diese Sammlung von seltenen Zeichnungen von Schriftstellern des 18. - 21. Jahrhunderts unsere Vorstellung von den Autoren beliebter Bücher. Die Materialien der Ausstellung sind mannigfaltig. Hier sieht man Bildnisse und Selbstbildnisse, freundschaftliche Karikaturen, Interieurs, Landschaften, Zeichnungen in Alben, am Rande von Handschriften, Bücher mit einem vom Autor selbst gestalteten Umschlag und Illustrationen zu Literaturwerken.

Die Ausstellung umfasst rd. 500 Gemälde und graphische Arbeiten, ein Großteil davon wurde früher nie ausgestellt.

Zeichnungen von Wassili Schukowski und Michail Lermontow, Taras Schewtschenko und Konstantin Batjuschkow, Leonid Andrejew, Valeri Brjussow, Andrej Bely, Maximilian Woloschin und Michail Kusmin sowie von Wladimir Majakowski, David Burljuk, Vitali Kamenski, Andrej Wosnessenski, Ludmilla Petruschewskaja, Wladimir Sorokin und vielen anderen Dichtern und Prosaisten bilden einen "Albumkatalog", den die Fachleute des Museums angefertigt haben. Er enthält Beiträge und eine wissenschaftliche Beschreibung der Sammlung der Zeichnungen, die "Mythen", die einige Bücher begleiten, und Fakten aus dem Leben ihrer Autoren.