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02-09-2004 Moskau Aktuelles
Chronik der Terroranschläge in Moskau in den Jahren 1999 - 2004
1999 In den Abendstunden des 31. August detonierte auf dem Manegeplatz in der Nähe des Kreml im Handelskomplex Ochotnyj Rjad ein Sprengsatz. Es wurden 41 Menschen verletzt, von denen eine Frau später im Krankenhaus verschied.


In der Nacht vom 8. - 9. September kam es in einem Wohnhaus von neun Etagen in der Gurjanow-Straße zu einer Explosion. Ihr fielen 92 Menschen zum Opfer; 264 Personen wurden verletzt, darunter 86 Kinder. Die benachbarten Wohnhäuser wurden beschädigt.

Am 13. September explodierte in den frühen Morgenstunden im Wohnhaus von acht Etagen auf der Kaschirskoje-Chaussee ein Sprengsatz, der das Gebäude vollständig zerstörte. Es kamen 124 Menschen ums Leben, darunter 13 Kinder. 9 Personen trugen Verletzungen davon. Die Nachbargebäude wurden beschädigt.

2000:
Am Abend des 8. August detonierte im Zentrum Moskaus in einer Fußgängerunterführung am Puschkin-Platz ein Sprengsatz. Am Tatort fanden 7 Menschen den Tod; etwa 100 Personen wurden verletzt. Fünf von ihnen verstarben an den Verletzungen später im Krankenhaus.

2001:
Am Abend des 5. Februar detonierte auf der Metrostation Belorusskaja - Kolzewaja ein Sprengsatz, welcher unter einer Sitzbank aus Stein abgelegt worden war. Es trugen 10 Personen Verletzungen davon. Die Sitzbank wurde vollständig zerstört. Die Metrostation wurde nur leicht beschädigt.

2002:
In den Abendstunden des 23. Oktober wurden im Theater an der Dubrowka bei der Aufführung des Musicals "Nord - Ost" die im Gebäude befindlichen Zuschauer und Darsteller - insgesamt mehr als 800 Personen, darunter mehr als 80 Bürger ausländischer Staaten - von Terroristen unter der Leitung von Mowsar Barajew als Geiseln genommen. Die Terroristen erhoben die Forderung nach einem Abzug der föderalen Truppen vom Territorium der Republik Tschetschenien.
bei russland.RU
Selbstmordanschlag auf Moskauer Rockfestival 5.7.2003
Bei der Operation zur Befreiung der Geiseln wurden am 26. Oktober alle Terroristen - 32 Männer und 18 Frauen - vernichtet. Von den Geiseln kamen 128 Personen ums Leben, darunter 8 Ausländer.

2003:
Am 5. Juli brachten zwei Selbstmordattentäterinnen bei einem Rockfestival am Flugplatz Tuschino ihre Sprenggürtel zur Zündung. Allerdings detonierte nur einer der Sprenggürtel vollständig. Von den Terroristinnen abgesehen, verstarben vor Ort 11 Personen, darunter ein Kind. Es wurden zumindest 35 Menschen verwundet, von denen 3 später im Krankenhaus ihren Verletzungen erlagen.
bei russland.RU
Ein Toter bei Anschlagversuch in Moskau (10.7.2003)
Insgesamt nahmen mehr als 60 Menschen ärztliche Hilfe in Anspruch.

Am 9. Juli in den späten Abendstunden wurde durch Mitarbeiter des unabhängigen Schutzdienstes in der Ersten Twerskaja-Jamskaja-Straße eine Frau in den Räumen des Cafes Imbir inhaftiert. Ihre Handtasche enthielt einen Sprengsatz. Bei seiner Entschärfung detonierte er, wodurch ein Mitarbeiter des Föderalen Sicherheitsdienstes ums Leben kam. Die Frau, Sarema Mujachojewa aus Tschetschenien, wurde später durch das Moskauer Stadtgericht zu 20 Jahren Freiheitsentzug verurteilt.


bei russland.RU
Einzeltat oder gezielter Terror? (10.12.2003)
Am 9. Dezember vormittags brachte eine Selbstmordattentäterin einen am eigenen Körper angebrachten Sprengsatz auf der Straße Ochotnyj Rjad vor dem Hotel National in der Nähe des Kreml zur Zündung. Neben der Terroristin kamen 5 Personen ums Leben; 13 trugen Verletzungen davon, darunter eine Chinesin.

2004:
Am 6. Februar früh zündete ein Selbstmordattentäter in einem Metrozug zwischen den Stationen Awtosawodskaja und Pawelezkaja einen Sprengsatz, welchen er am eigenen Körper trug.
bei russland.RU
Schwerpunkt Metroanschlag am 6.2.2004 – Nachrichten, Hintergründe, Reportagen und Analysen.
Der Zug hielt etwa 300 Meter vor der Metrostation Pawelezkaja. Es verstarben auf der Stelle 39 Menschen, darunter Bürger Armeniens und Moldawiens. Verletzt wurden etwa 140 Personen.

Am 15. März entdeckten Mitarbeiter eines Moskauer Unternehmens im Umland der Hauptstadt am Kilometerstein 23 der Fernverkehrsstraße in Richtung Krim an drei elektrischen Fernleitungsmasten Schäden, die durch eine Sprengung entstanden sind. An einem weiteren Masten war ein Sprengsatz angebracht, der aus drei Panzerfaustgranaten bestand. In der Nähe des Mastes wurden noch zwei weitere einsatzbereite Sprengsätze und ein Stück Tuch entdeckt, welches an die Flagge der Tschetschenischen Republik Itschkerien erinnerte.