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06-05-2005 Moskau Aktuelles
Größte Projekte in Moskau stammen von einem Holländer
An der Krymskaja Uferstraße wird neben dem Zentralen Haus des Kunstmalers eines der ehrgeizigsten Bauprojekte der Regierung der Stadt Moskau umgesetzt: der Komplex "Russische Avantgarde".

Der Autor des Projektes ist der holländische Architekt Erik van Egeraat, der Investor - die Holding Capital Group, teilt die angesehene Wirtschaftstageszeitung "Wedomosti" mit.

Das ist nicht der erste Versuch der Zusammenarbeit des holländischen Architekten und der Holding. 2003 hat die Holding Capital Group nach seinem Projekt den Bau des Büro- und Wohnkomplexes "Stadt der Haupstädte" /"Moskau-City"/ in Angriff genommen. Seine Fläche beträgt 160 000 Quadratmeter und die Kosten erreichen 250 Millionen US-Dollar. Außerdem hat Egeraat für die Holding die Villensiedlung Barviha Hills und den Wohnkomplex "Stadt der Yachten" projektiert.

Der Komplex "Russische Avantgarde" besteht aus fünf Turmhäusern von zehn bis siebzehn Geschossen mit einer Gesamtfläche von 55 000 Quadratmetern. Jedes Turmhaus wird den Namen eines russischen Malers von Anfang des 20. Jahrhunderts tragen: Kandinski, Malewitsch, Rodtschenko, Popowa und Ekster. Ihre Gemälde werden die aus farbigem Glas, Metall und Stein ausgeführte Fassaden der Gebäude reproduzieren.

Die anfängliche Variante des Projektes sah vor, dass in dem Komplex elitäre Wohnungen geschaffen werden. Die Moskauer Behörden, mit dem Oberbürgermeister an der Spitze, lehnten sie jedoch ab und bestätigten eine andere Variante, laut der in einem Turmhaus an der Krymskaja Uferstraße ein Hotel, in vier anderen Apparthotels untergebracht werden sollen, schreibt die Zeitung.

Laut Expertenschätzungen können die Apparthotels zu einem Preis von rund 8000 US-Dollar je Quadratmeter verkauft und von den neuen Investoren an interessierte Personen weiter vermietet werden. /Die durchschnittliche Monatsmiete kann dabei bis zu 100 US-Dollar pro Quadratmeter betragen/.

Anfänglich bewertete die Holding Capial Group den Komplex "Russische Avantgarde" auf 175 Millionen US-Dollar. Aber die am Projekt vorgenommenen Änderungen können diese Summe korrigieren.

Alexej Sidorow, stellvertretender Generaldirektor von Kalinka Realty, zweifelt aber am 100-prozentigen Interesse von Käufern für das Objekt. "Gewöhnlich kann eine Nachfrage nach Apparthotels bei Menschen bestehen, die die erste Nachfrage nach einer Wohnung gedeckt haben und nach etwas Exklusivem suchen", sagt Sidorow. (RIA)