russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



19-05-2005 Moskau Aktuelles
Comics - eine neue Mode in Moskau
Heute wird in der russischen Hauptstadt, im Zentrum für Gegenwartskunst M`ARS das 4. Moskauer Comics-Festival "ComMission 2005" eröffnet.

Neben den russischen Teilnehmern werden in diesem Jahr im Programm des Festivals auch Künstler aus Frankreich, Italien, Polen, Belgien, der Slowakei und aus Japan ihre Comics zeigen, teilt die Web-Seite der Staatlichen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft "Kultura" (cultcorp.ru) mit.

Das Hauptthema des diesjährigen Festivals heißt Fandinshi (eine Kontamination des englischen "fanzine" und des japanischen "dojinshi"). In beiden Sprachen bedeutet das Wort "Samisdat". Die Festivalorganisatoren haben einen Preis "Für den besten Samisdat" gestiftet.

Außerdem wird im Rahmen des Festivals eine Fanzinshi-Messe durchgeführt werden.

Auf dem Festival soll ein Wettbewerbsprogramm organisiert werden, das bereits im Internet auf der Site kommissia.ru allen zugänglich ist. Durch Internet-Abstimmung sollen "Volkslieblinge" festgestellt (und prämiiert) werden.

Sowohl Profis als auch Laien können an dem Festival teilnehmen.

Es sollen sowjetische Diafilme, Videos der Comicstrips der Gruppe "Blaue Nasen", das Comic-Projekt von Alexander Kurljandski und Ilja Kotjonotschkin "Na, warte!" sowie eine Ausstellung aus der Privatsammlung des Chefredakteurs des Funksenders "Echo Moskwy", A. Wenediktow, gezeigt werden.

Gleichzeitig mit dem Festival wird im Staatlichen Zentrum für Gegenwartskunst eine Ausstellung eröffnet, die die neueste Comic-Kunst "Im Werden" (von Georgi Lititschewski und Georgi Ostrezow) demonstrieren wird.

Die Mansarde des Zentrums ist zu einer Comic-Höhle mit Wandzeichnungen stilisiert worden.

Jeder der Künstler stellt den Zuschauern seine eigene Geschichte dar. Ostrezow berichtet über eine gewisse Neue Regierung. Im Comic von Lititschewski erleben wir einen Urwald mit seinen Bewohnern: psychisch kranken Ameisen und zombierten Blumen.

Auf einer bestimmten Etappe siedeln die Figuren der Comics aus der einen Geschichte in eine andere über. Letztendlich verschmelzen zwei Erzählungen in eine, die von der allgemeinen Furcht vor dem Ur-Chaos und Repressalien kündet.

Die Ausstellung ist vom 18. bis 29. Mai geöffnet. (RIA)