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11-01-2006 Moskau Aktuelles
Prozess wegen Mordes an US-Journalist Klebnikov in Moskau vertagt
Der Prozess wegen Mordes an dem US-Journalisten Paul Klebnikov ist am Mittwoch um eine Woche verschoben worden. Als neuen Termin setzten die Richter in Moskau den 18. Januar an. Zuvor hatte das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Verteidiger von dem Verfahren ausgeschlossen.

Dies sei aus formalen Gründen geschehen, sagte der Anwalt der Familie Klebnikov. Es handele sich um einen Verstoß gegen Vorschriften der Anwaltskammer. Einzelheiten nannte er nicht. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht. Der Prozess hatte am Dienstag hinter verschlossenen Türen begonnen.



Der damals 41-jährige Chefredakteur der russischen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "Forbes" war im Juli 2004 beim Verlassen der Redaktion erschossen worden. Von offizieller Seite war ein tschetschenischer Unabhängigkeitskämpfer als Drahtzieher für den Mord verantwortlich gemacht worden, über den Klebnikov kritisch in seinem Buch "Interview mit einem Barbaren" geschrieben hatte. Klebnikovs Familie und einige Moskauer Zeitungen bezweifelten das. Die Zeitung "Iswestija" zum Beispiel berichtete, Klebnikov habe zu Kontakten zwischen russischen Verantwortlichen und tschetschenischen Unabhängigkeitskämpfern recherchiert.