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20-03-2006 Moskau Aktuelles
Unfall in Moskauer Metro: Erste Festnahme
Die Moskauer Staatsanwaltschaft hat den ersten Verdächtigen, dem Mitschuld an dem gestrigen Unfall in der Metro der russischen Hauptstadt zur Last gelegt wird, festgenommen. Wie die Pressestelle der Moskauer Justiz mitgeteilt hat, handelt es sich um den Geschäftsführer eines Bauunternehmens, Radislaw Lyba. Ihm werden Verstöße gegen die Sicherheitsauflagen für Bauarbeiten vorgeworfen.

Am Sonntag hatte ein Triebwagenführer der Metro um 14.37 Uhr Moskauer Zeit zwischen zwei Stationen beobachtet, wie ein Balken sich von der Oberwand des Tunnels löste. Trotz der sofortigen Notbremsung war ein Zusammenprall jedoch nicht mehr zu verhindern. Der Balken traf zunächst den ersten Wagen an der rechten Seite und durchschlug dann die Wand des drittens Wagens.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der Unfall durch das Aufstellen von Reklameschildern über der Metrolinie verursacht worden. Die verantwortliche Baufirma, so hieß es bei der Justiz, konnte nicht einmal die erforderlichen Genehmigungen vorweisen.

Es gab keine Verletzten, doch mussten einige Passagiere sofort vor Ort psychologisch betreut werden. (RIA)