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22-02-2004 Moskau Aktuelles
"Transvaal-Sasha" - Moskau hat eine neue Heldin
Das besonnene Verhalten einer achtjährigen Schülerin begeistert die Moskowiter. Alexandra Ershowa rettete das Leben einer Dreijährigen, als es im Aquapark Transvaal Glas, Beton und Stahl regnete.

Sasha selbst hatte Glück im Unglück, als nach dem Deckeneinsturz zufälligerweise ein dreieckiger Hohlraum ihre nackte Haut im Wasser beschützte. Nur mit einem Armbruch, von dem sie natürlich nach dem Schock nichts spürte, war sie dem Inferno in ihrem Tetraeder entkommen.

Ein schreiendes Kleinkind, Masha, erregte ihre Aufmerksamkeit. Sofort verliess sie ihre schützende Höhle und tauchte zu der Kleinen, um sie zu trösten und auf den gebrochenen Arm zu nehmen. Da es noch überall knackte und krachte beschloss Sahsa, mit Masha zurück in ihre sichere Box zu tauchen.

bei russland.RU
Unglück im Moskauer Spassbad – Korruption und Schlamperei? (16.2.2004)
Die Heldin scheint mit pädagogischem Geschick gesegnet. Sie erklärte der Lütten die Atemtechnik, überredete sie erfolgreich zur Risikotat und bewerkstelligte per Handnahme die Unterwasseraktion.

Lange neunzig Minuten musste Sasha mit ihrem Mündel warten, bis sie an den Haaren aus ihrem halbwegs sicheren Versteck gezogen wurde. Selbstverständlich mit Masha in den Armen.

Nun wartet sie im Krankenhaus sehnsüchtig auf die Rückkehr in die Schule. Nicht, um ihre Fotos an den Wänden des Klassenzimmers zu bewundern und stolz die Autogrammwünsche ihrer Mitschüler zu erfüllen, sondern um nicht soviel vom Lernstoff zu verpassen.

bei russland.RU
Moskau im eigenen Unglück (16.2.2004)
Auf die Frage der Reporterin von der Iswestja, ob sie wieder einen Aquapark besuchen will, antwortete die pfiffige Aquanautin, "Na klar, am nächsten 14. Februar. Nicht jeder Aquapark wird am Valentinstag einstürzen."

Liebe Masha, hoffentlich geht deine Geschichte um die Welt und gereicht allen Kindern zum Vorbild. Selbst dein Präsident kann sich von deiner Warmherzigkeit in kalten Zeiten eine Scheibe abschneiden.

Auch Genesungswünsche an den auf der Rutschbahn verletzten Vater, und Glückwünsche an die völlig unversehrte Mutter - sie war während des tödlichen Regens in der vom Einsturz nicht betroffenen Cafeteria. Ihr könnt eure Tochter erneut alleinlassen. Das hat sie vortrefflichst bewiesen.(hub/.RU)