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02-07-2006 Moskau Aktuelles
Vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Moskaus
Der Roten Liste Moskaus ist eine Ausstellung gewidmet, die jetzt im hauptstädtischen Darwin-Museum verläuft. Eine so einzigartige natürliche Vielfalt gibt es wohl in keiner anderen Hauptstadt der Welt. Auf dem Territorium von Moskau sind Wälder, Wiesen, Sümpfe und Flüsse erhalten geblieben. Die Natur der riesigen Stadt bietet einen außerordentlichen Reichtum an Tieren, einschließlich Insekten, sowie an Pflanzen (mehr als 1300 Arten), Pilzen und Flechten (über 1000 Arten). Selbst so große Tiere wie Elche bekommen Nachwuchs auf dem Territorium der Stadt.

Die Ausstellung gibt unter anderem Aufschluss darüber, dass viele Tierarten im Raum Moskau verschwunden und andere vom Aussterben bedroht sind. Berichtet wird auch über die Tierarten, die in der Hauptstadt heimisch sind und nicht auf der Roten Liste Moskaus stehen. Die Hauptursachen für den Rückgang des Tier- und des Pflanzenbestandes ist die Zerstörung oder Änderung der angestammten Wohn- bzw. Wachstumsgebiete, die Räuberei durch streunende und Haushunde und Katzen sowie durch Graukrähen.

Die Erfassung seltener Tierarten hat ergeben, dass in den Stadtgebieten, wo noch vor zwei bis drei Jahren Feld- und Weißhasen, Hermeline, Nerze, Zwergwiesel, Igel und viele andere Arten heimisch waren, diese Tiere von Meuten herrenloser Hunde faktisch ausgerottet sind.

Bei der Roten Liste von Moskau handelt es sich um das erste solche Dokument einer Großstadt in Russland. Darin sind 18 Säugetierarten, 80 Vögel, drei Reptilien, acht Amphibien, zehn Fischarten, 163 Wirbellose, 101 Gelenkpflanzen, 27 Moosgewächse, acht Algenarten, 18 Flechten und 13 Pilzarten erfasst. [ RIA Novosti ]