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21-12-2006 Moskau Aktuelles
Wiedereröffnung des Lenin-Mausoleums verschoben
Im Zusammenhang mit der Verlängerung der vorgeschriebenen technischen Überholungsarbeiten wird die Wiedereröffnung des Lenin-Mausoleums in Moskau bis zum 09. Januar 2007 verschoben, hat der Chef der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit beim Föderalen Wachdienst Russlands, Sergej Dewjatow, am Montag der RIA Novosti mitgeteilt.

Das Mausoleum war am 10. November 2006 für den Besucherverkehr gesperrt worden.





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Laut ursprünglicher Planung sollten die Überholungsarbeiten binnen sechs Wochen abgeschlossen sein. In diesem Zeitraum war die Durchführung biochemischer Verfahren zur weiteren Konservierung des einbalsamierten Leichnams Lenins vorgesehen, so wie es seit Errichtung des historischen Mahnmals üblich ist.

"Die Prophylaxe erfolgt in diesem Jahr vorschriftengemäß ohne Probleme", hatte der Direktor des wissenschaftlichen Forschungs- und Ausbildungszentrums für biomedizinische Technologien am Gesamtrussischen Institut für Heil- und aromatische Pflanzen, Valeri Bykow, der RIA Novosti mitgeteilt.

Bykow, dessen Institut für die Arbeiten im Mausoleum zuständig ist, unterstrich den systematischen Charakter der vorgenommenen Verfahrensweisen, um den Zustand des einbalsamierten Körpers Lenins zu bewahren. "Wir haben unsere Technologien unverändert beibehalten. Wir realisieren das Know How, welches Russland anzubieten hat. Im Westen gibt es nur die vorübergehende Einbalsamierung, während wir das Äußere konservieren", betonte das Akademiemitglied.

Ferner erläuterte er, dass "das Hauptaugenmerk der anatomischen Gestalt gilt, damit es zu keinen Abweichungen kommt". Dies sei nicht nur eine bloße Mumifikation, sondern eine weitaus schwierigere Aufgabe.

Die modernen russischen Technologien würden die Aufbewahrung des Körpers Lenins über viele Jahre hinweg ermöglichen. "Wir formulieren das folgendermaßen: Die Konservierung kann auf unbegrenzte Zeit garantiert werden. 100 Jahre haben wir praktisch schon hinter uns", sagte Bykow.

Die Arbeiten an Lenins Körper erfolgen unmittelbar im Pantheon. Sie nehmen zwei bis drei Monate in Anspruch. In selteneren Fällen werden nur einige Tage benötigt. Von Zeit zu Zeit wird Lenin bei dieser Gelegenheit auch ein neuer Anzug übergestreift. Das letzte Mal war das nach Angaben, die RIA Novosti vorliegen, im Jahre 2003 der Fall. Bei der vorangegangenen Prophylaxe im Frühjahr vergangenen Jahres war darauf verzichtet worden.

Die Arbeiten im Mausoleum sind in den vergangenen Jahren aus der Staatskasse finanziert worden. Diesmal hat eine wissenschaftliche Stiftung die Kosten übernommen. [ RIA Novosti ]