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23-01-2007 Moskau Aktuelles
Produktshow: Gebiet Moskau mit Brot, Wodka und Honig auf der Grünen Woche
Angesichts des bevorstehenden Beitritts Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) müssten sich die heimischen Agrarproduzenten das Ziel setzen, ihre Produkte wettbewerbsfähig zu machen, erklärte Nikolai Sawenko, Landwirtschafts- und Ernährungsminister des Gebiets Moskau, in einem Interview für RIA Novosti anlässlich der Grünen Woche in Berlin.





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Das Gebiet Moskau nehme an der Grünen Woche erst zum zweiten Mal teil, sagte der stellvertretende Regierungschef der Region, Igor Pachomenko. Doch im vergangenen Jahr seien bedeutende Fortschritte gemacht worden. „Unternehmen unserer Region haben zahlreiche Vereinbarungen mit deutschen Firmen geschlossen und neue nützliche Kontakte aufgenommen. Gespräche mit Landwirtschaftsministern aus den deutschen Bundesländern sind bereits Tradition.“

Als besonders herausragendes Beispiel gelte der Vertrag über die Herstellung von Biobrennstoff aus Rapsöl, sagte Pachomenko. Dieser Biobrennstoff ersetze das immer teuer werdende Benzin.

„War das Gebiet Moskau 2006 mit neun Unternehmen auf der Grünen Woche vertreten, so nehmen in diesem Jahr bereits zwölf Klein- und Mittelstandsunternehmen an der Messe teil“, erzählte Pachomenko. Organisatoren haben ihm zufolge mit Absicht keine Großunternehmen eingeladen, um kleineren Produzenten eine Chance zu geben.

„Deutschland ist heutzutage der größte Handels- und Investitionspartner des Moskauer Gebiets im Ausland. In den zurückliegenden Jahren betrug der gegenseitige Handel zwei Milliarden US-Dollar. In Moskaus Umland arbeiten viele deutsche Unternehmen mit Erfolg - vor allem Ehrmann und Hochland, die dort moderne Produktionen in die Wege geleitet haben“, sagte der stellvertretende Minister des Gebiets Moskau für Außenwirtschaftliche Beziehungen, Boris Prokonow.

Ihm zufolge pflegt das Gebiet Moskau zu vielen deutschen Bundesländern (Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen) gute Beziehungen. Beide Seiten organisierten jährlich Unternehmerbegegnungen, Konsultationen und Seminare, sagte Prokonow. Unter Beteiligung deutschen Kapitals sei im Gebiet Moskau ein Ausbildungszentrum gebaut worden, wo Arbeiter den Umgang mit digital gesteuerten Werkzeugmaschinen lernen.

Während der Grünen Woche wird die Delegation des Gebiets Moskau an einem Geschäftsforum russischer Lebensmittelproduzenten und der größten europäischen Ketten Aldi, Kaiser, Lidl, Metro und Spar teilnehmen, sagte Prokonow weiter.

Der gemeinsame Stand des Gebiets Moskau sei vom regionalen Landwirtschafts- und Ernährungsministerium unter Mitwirkung des Ministeriums für Außenwirtschaftliche Beziehungen, des Ministeriums für Verbrauchermarkt und Dienstleistungen sowie des Komitees für Unternehmensförderung der Region gestaltet worden, sagte Prokonow.

Die meisten russischen Aussteller sehen ihre Hauptaufgabe darin, in den Auslandsmarkt einzusteigen. „Auf dem russischen Markt ist es uns bereits zu eng“, sagte Roman Muschailow, stellvertretender Generaldirektor der Likör- und Wodkafabrik Kutschino, im Gespräch mit RIA Novosti.

Die Imkerei Kolomna nimmt bereits zum vierten Mal an der Grünen Woche Berlin teil und wurde auch diesmal für die hohe Qualität ihrer Produkte mit zahlreichen Diplomen ausgezeichnet. „Wir liefern unsere Erzeugnisse in die USA, nach Baltikum und Weißrussland. Nun bauen wir auch unsere Beziehungen mit Deutschland aus und bereiten uns auf den Beitritt zur WTO vor“, sagte Imkerei-Chef Gennadi Schapowalow. [ RIA Novosti  / russland.RU ]