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27-04-2004 Moskau Aktuelles
McDonald's-Attentäter verurteilt
Das Moskauer Stadtgericht hat die Attentäter auf ein McDonald's-Café in Moskau zu langjährigen Haftstrafen im Gefängnis mit strengen Haftbedingungen verurteilt, wie unsere Korrespondenten aus dem Gerichtssaal berichten.
Das Strafverfahren wegen des Sprengstoffanschlags auf McDonald's-Restaurant war aus dem Verfahren wegen der Geiselnahme im Theater an der Dubrowka ausgesondert worden.




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Die Angeklagten wurden in sechs Punkten des russischen Strafgesetzbuchs - „Terrorismus", „Geiselnahme", „Mord" usw. beschuldigt.

Das Gericht verurteilte Aslan Murdalow zu 20 Jahren, Alichan Meschijew zu 22 Jahren, seinen Bruder Achjad Meschijew zu 18 Jahren und Champasch Sobralijew zu 15 Jahren Haft. Alle Angeklagten sind Tschetschenen.

Da der fünfte Angeklagte Aslanbek Chaschanow einer psychiatrischen Begutachtung unterzogen werden musste, wurde das Strafverfahren gegen ihn ausgesetzt.

Die fünf Angeklagten hatten am 19. Oktober 2002 ein Fahrzeug vom Typ „Tawria" vor einem Moskauer McDonald's-Restaurant in die Luft gesprengt. Bei dem Bombenanschlag war ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden.

Im Gebäude entstanden schwere Schäden, die auf insgesamt 3 320 000 Rubel (ein US-Dollar ist ungefähr 29 Rubel wert) geschätzt wurden. Beschädigt wurden zudem sieben am Café geparkte Fahrzeuge. Zu Schaden kamen insgesamt 17 Personen.

Am 23. Oktober 2002 hatten Terroristen während des Musicals „Nord-Ost" in einem Theater im Moskauer Stadtbezirk Dubrowka 912 Menschen in ihre Gewalt gebracht. 129 von ihnen waren ums Leben gekommen. Bei dem Sturm am 26. Oktober 2002 waren im Theatergebäude 40 Terroristen getötet worden. (RIA)