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23-05-2004 Moskau Aktuelles
Galerie „Kowtscheg" zeigt Zeichnungen von Eisenstein
Vom 19. Mai bis 19. Juni findet in der Moskauer Galerie „Kowtscheg" im Rahmen der 16. Ausstellungssaison eine Schau von Zeichnungen des bekannten russischen Regisseurs Sergej Eisenstein (1898-1948) statt. Das Material wurde von der Sammlung der Kostümbildnerin Lidia Naumowa (1902-1986) zur Verfügung gestellt.

Eisenstein drehte die berühmten Filme „Panzerkreuzer ‚Potjomkin'", „Alexander Newski" und „Iwan der Schreckliche". Allerdings ist er nicht nur als Filmregisseur, sondern auch als Autor zahlreicher Zeichnungen bekannt.




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Seine Arbeiten werden gegenwärtig im Russischen Staatsarchiv für Literatur und Kunst wie auch in Privatsammlungen aufbewahrt. Kostüm-Skizzen und szenische Aufzeichnungen des Regisseurs wurden bislang in einigen Ausstellungen gezeigt. 1956 fand eine Schau in Moskau statt. 1989 wurden einige Zeichnungen im Auktionshaus Sotheby's versteigert.

Die während der Dreharbeiten an „Iwan der Schreckliche" gemalten Zeichnungen sind ein Teil der Sammlung Naumowas, die mit dem Regisseur zusammengearbeitet hat. Für Eisenstein sei es ganz egal gewesen, worauf und womit er malte, erinnerte sich Naumowa. Alle Kollegen Eisensteins hatten Zeichnungen von ihm. Die Besonderheit der Sammlung besteht darin, dass alle Arbeiten Naumowa unmittlbar vom Autor geschenkt wurden. „Ein einziger Blick auf seine lockeren Arbeiten genügt, um seine markante Natur, seinen scharfen, festen und ironischen Blick auf die Ereignisse und Menschen zu verstehen. Eisenstein hat es geschafft, auf dem Drehplatz eine Atmosphäre von Freude, Spaß und Spiel zu schaffen", sagte Naumowa.

Parallel zur Ausstellung bringt das Verlagshaus „Iskusstwo" (Kunst) einen Sammelband mit Eisensteins Zeichnungen aus Naumowas Sammlung heraus. (RIA)