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10-05-2009 Moskau Aktuelles
Gaspipeline in Moskau explodiert: Fünf Verletzte nach Großbrand
Nach einer Explosion an einer Gaspipeline ist in Moskau ein Großbrand ausgebrochen. Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, schlugen die Flammen im Südosten der russischen Hauptstadt am frühen Sonntagmorgen bis zu 200 Meter hoch in den Himmel. Behördenvertreter sprachen vom schlimmsten Brand in der russischen Hauptstadt seit zwei Jahrzehnten, fünf Menschen wurden verletzt.




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Fernsehbilder zeigten gelbe Flammen und dichte Rauchschwaden über dem Südosten der Stadt. Die Explosion riss einen zehn Meter breiten und drei Meter tiefen Krater. Durch die Gewalt der Explosion wurden ein rund 100 Meter langer Betonzaun umrissen und ein Gebäude schwer beschädigt. Wie das Katastrophenschutzministerium mitteilte, kämpften 35 Einheiten der Feuerwehr gegen den Großbrand. Bis zum Morgengrauen brachten sie das Feuer weitgehend unter Kontrolle.

Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar. Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow ging jedoch von einem technischen Defekt aus. Die Explosion könne etwa durch zu viel Druck in der unterirdischen Gasleitung ausgelöst worden sein, sagte er der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Luschkows Stellvertreter sagte, er könne sich nicht an ein derartiges Feuer in Moskau erinnern. Andere Behördenvertreter sprachen von dem schlimmsten Brand seit gut 20 Jahren.

Benachbarte Wohnblöcke waren nach Behördenangaben nicht in Gefahr, auch Auswirkungen auf die Energieversorgung der Stadt wurden nicht befürchtet. Rund 80.000 Menschen mussten aber zunächst ohne Telefon auskommen, weil unterirdische Kabel durch die Hitze beschädigt wurden.

Für das Musikfestival Eurovision Song Contest, das heute wie geplant um 22.00 Uhr in der Olimpiisky Arena beginnen, werde der Unfall keine Folgen haben, versicherte eine Sprecherin des Ersten Fernsehkanals. [ russland.RU ]