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01-01-2004 Motorsport
Russen am Start der Rally Paris-Dakar
( MOSKAU ) Vier russische Teams werden sich an der traditionellen Rally Paris - Dakar beteiligen, die in der Silvesternacht in der französischen Hauptstadt beginnt. Drei der russischen Besatzungen werden den langen Weg mit drei "KAMAZ"-Lkws zurücklegen, die vierte fährt einen Jeep.

Das Debüt der russischen Teilnehmer an der Rally Paris - Dakar fand vor 15 Jahren, noch in der Sowjetzeit, statt. 1988 befuhr der beliebteste russische Lkw zum ersten Mal die Rennstrecke. Das Fahrzeug wird vom KAMAZ-Automobilwerk in der Stadt Nabereschnyhe Tschelny in Tatarstan hergestellt. Der Autosport ist in dieser russischen Teilrepublik an der Wolga sehr populär. Dafür schwärmen viele Bewohner Tatarstans. Es genügt zu sagen, dass die Söhne Radik und Airat des tatarischen Präsidenten, Mintemir Schaimijew, Europameister im Autocross sind.

Das KAMAZ-Automobilwerk und seine Lastkraftwagen sind eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten von Tatarstan. Die Republik ist stolz auf seine Fahrzeuge, die zu Recht einen ausgezeichneten Ruf in der Welt des Autosports haben. Mehrmals gewannen russische Kamaz-Teams Etappen der Rally Paris - Dakar. Im vergangenen Jahr siegte die Besatzung von Wladimir Tschagin bei der Rally in der Lkw-Klasse. Ein weiteres Team aus Russland belegte in der selben Klasse den dritten Platz. Natürlich unterscheiden sich die Wagen, die an der Rally teilnehmen, von den Serienwagen. Es handelt sich dabei um Rennfahrzeuge, die unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Rallystrecke entwickelt wurden. Zum großen Teil verläuft diese Strecke durch die afrikanische Wüste. Der Sieger des letzten Jahres, Wladimir Tschagin, würdigte die Konstrukteure, indem er sagte, die KAMAZ-Wagen hätten ihre Sicherheit und Funktionsfähigkeit auf der in jeder Hinsicht schwierigsten Strecke bewiesen. Laut Tschagin halten diese Wagen sowohl Querfeldein-Rennen als auch langen extrem hohen Belastungen stand.

Wladimir Tschagin ist Mitglied des Sportclubs KAMAZ-Master beim KAMAZ-Automobilwerk. Zu diesem Club gehören auch elf weitere russische Rallyfahrer, die in der Silvesternacht mit ihren Lkws starten. Unter ihnen Sergej Sawostin, der ständige Teampartner von Tschagin, Airat Beljajew, Firdaus Kabirow, Dschamil Kamalow, Sergej Girja, Eduard Kuprijanow und Wladimir Golub. Das erfahrenste Mitglied des Teams ist sein Trainer und Leiter, Semjon Jakubow, der die Strecke Paris-Dakar zum ersten Mal bereits in der Sowjetzeit befuhr. Nur Andrej Iwanow, der mit einem Jeep startet, hat mit dem KAMAZ-Team nichts zu tun. Er vertritt bei der Rally sich selbst und seine Sponsoren.

Die russischen Rallyfahrer haben inzwischen einen soliden internationalen Ruf. Deshalb werden sie manchmal eingeladen, sich den Besatzungen bekannter ausländischer Wagen anzuschließen. Russen starteten bei der Rally Paris - Dakar unter anderem als Teammitglieder des japanischen Unternehmens Mitsubishi sowie von einigen anderen Autoproduzenten. Und sie haben sich von ihrer besten Seite gezeigt.

In Russland rechnet man damit, dass die beginnende zweiwöchige Rally für alle russischen Wagen erfolgreich sein wird und diese Wagen unter den Ersten das Ziel erreichen werden. Die Gründe für diesen Optimismus liegen sowohl im Können der russischen Fahrer sowie in der Sicherheit der russischen Fahrzeuge. (Valeri Asrijan, Kommentator der RIA "Nowosti")