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02-08-2006 Russland und Nahost
Kofi Annan drängt auf Lösung des libanesisch-israelischen Konflikts
Der UN-Generalsekretär Kofi Annan geht davon aus, dass die Grundprinzipien einer politischen Lösung der Krise im Libanon schon in den nächsten Tagen zu erarbeiten wären. "In den Wandelgängen des UN-Sicherheitsrates finden täglich Konsultationen statt.

Alle 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrates bemühen sich intensiv um eine definitive Lösung der libanesischen Krise", sagte Annan in einem Interview für den Fernsehsender al-Dschasira.

Die Lösung müsse sowohl auf dem Plan des libanesischen Premierministers Fuad Siniora beruhen, den er auf der Konferenz in Rom vorgelegt hatte, aber auch die Vorschläge aufgreifen, die von der amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice nach ihrer Reise durch die Region formuliert worden sind.

Annan zufolge wird ein Teil der Lösung im Beschluss über die Entsendung eines internationalen Kontingents für den Libanon liegen. Hierzu hätten bereits Regierungen verschiedener Länder ihre Bereitschaft zur Entsendung von Militärangehörigen im Rahmen eines internationalen Kontingents in den Südlibanon signalisiert, allerdings nur auf Grundlage eines Mandats. "Nicht Wenige sind wegen der Ereignisse im Libanon besorgt, bringen ihre Solidarität mit dem Volk des Landes zum Ausdruck und sind bereit, Hilfe zu leisten", so Annan.

Aufgabe der Stabilisierungstruppe wäre laut Annan, die Regierung und die Armee des Libanons bei der Ausweitung der Souveränität auf das gesamte Landesterritorium zu unterstützen. Den dafür erforderlichen Zeitraum veranschlagte er auf ungefähr zwei Jahre. "Ich hoffe, dass die Libanesen in diesem Zeitraum Einvernehmen über die Entwaffnung der Formationen erzielen, darunter auch über die Entwaffnung der Hisbollah", unterstrich der UN-Generalsekretär.

Trotz seines Optimismus äußerte Annan die Befürchtung, dass die Lage in der Region außer Kontrolle geraten könnte, sollte der Konflikt zwischen Israel und Libanon nicht schnellstens eingestellt werden. "Wenn der Konflikt nicht rasch zum Stillstand gebracht wird, dann kann nicht ausgeschlossen werden, dass er sich weiter ausbreitet", stellte der UN-Generalsekretär fest.

In diesem Zusammenhang unterstrich er, dass Syrien und Iran "Teil der Lösung des Problems sein müssen". [ RIA Novosti ]